schliefen
VerbKonjugierte FormVerbattested in dialogue
- /[ˈʃliːfn̩]/
- /[ˈʃliːfm̩]/
- /[…]/
schlüpfen
Verb
- 1
- 2
schlüpfen sich (durch eine enge Öffnung gleitend) an einen bestimmten Ort begeben
1941: „Der Mann streifte die Kleider ab und schloff unter die Decke, er gab auf das Reden der Frau kaum eine Antwort.“
1839: „Sie sind anfangs so klein, daß sie leicht durch die feinsten Ritzen der Insectenkästen schliefen können, ja sie bohren sogar kleine Löcher hinein, so wie auch in Bücher.“
1804: „Isaak. – (Schlieft aus dem Gebüsch hervor.) – Isabelle!“
1795: „Ehe die Weisel ihr Ey in eine Zelle leget, so schlieft sie zuvor mit dem Kopfe hinein, vermuthlich um zu sehen, ob sie zweckmäßig engerichtet ist; bald kriecht sie wieder heraus; und wenn sie ihr anständig ist, so schlieft sie mit dem Hintertheile des Leibes hinein bis sie den Boden anrühret.“
- 3
schlüpfen ein Kleidungsstück anziehen, ein Kleidungsstück ablegen
1756: „Lege an das härine Kleid, schliefe in den Sack der Buß, nimm an die Trauer, der du in kurzem vor dem strengen Richterstuhl Gottes als ein Ubelthäter erscheinen mußt.“
1715: „Hercules, der sein Heroisches Haupt biß unter die Pantoffel seiner herrischen Omphale geduckt und verdemüthiget, sein Helden-Faust, mit welcher Er Riesen, Löwen und Schlangen zerrissen, zur Spindel und Rocken bequemet, und anstatt der Löwen-Haut in einen stinckenden Fuchs-Balg oder Weiber-Kleid geschloffen ist.“
Synonymsschlufenkriechen - 4
schlüpfen aus dem Ei, der Puppe kriechen
1835: „Plötzlich klammert sie sich an, die Haut öffnet sich und eine vollkommene Schabe, weiß wie der Schnee, mit schwarzen Augen schlieft heraus.“
1788: „Bei gutem Wetter schlieft der Vogel in 14 Tagen aus.“
1796: „In demselben Jahre erhielt ich von der Ph. B. Cossus 3 Männchen und 2 Weibchen, zwei von diesen Männchen fand ich als sie eben aus der Puppe geschlieft waren […]“
1785: „Von ungefähr 30 Raupen ist mir kein einziger Schmetterling ausgeschlieft.“
- 5
in einen Bau kriechen
1977:
2003: „Mit genau dem selben Effekt ist er wieder in den Bau ‚eingeschlieft‘, also hineingekrochen.“
1952: „Recht unbeholfen, durch den schweren Rucksack behindert, kletterte ich die fünfzehn Meter bis zu meiner Burg hoch, schliefte ein wie ein Dachs in seine Höhle, baute die Kamera auf … und wartete.“
1916: „Die Teckel schlieften ein in die engen Röhren.“
- 6
einen Schluf passieren
1992: „Allerdings muß dafür der Wasserstand soweit abgesunken sein, daß der Taucher ohne Gerät durch den Versturz hindurch in die ‚Quellspalte‘ schliefen kann.“
2000: „Er schliefte nun mit den Füßen voran durch die Engstellen.“
Konjugierte Form
- 1
Also a form of schlafen1. Person Plural Indikativ Präteritum Aktiv des Verbs schlafen
- 2
Also a form of schlafen3. Person Plural Indikativ Präteritum Aktiv des Verbs schlafen
- 3
Also a form of schlafen1. Person Plural Konjunktiv II Präteritum Aktiv des Verbs schlafen
- 4
Also a form of schlafen3. Person Plural Konjunktiv II Präteritum Aktiv des Verbs schlafen
Verb
- 1
schlüpfen
„Die Lutherischen Predicanten wöllen, es soll niemand hinfüro ein Predicant genannt werden, er sey dann auß ihren Lenden geschloffen, vnd stoßt die Fabel mit dem vmb, daß neben der Predicanten ehlichen Söhne viler anderer ehrlicher Leuth zum Predigampt gezogen werden.“
„Da schloffen sie mit großer mühe unversehenlichen durch die schwibogen, da das wasser hinauß fleust, in die statt, das sein niemands gewar wardt, biß das ain geschrai außgieng.“
„Ind keller vnd schlupffwinckel schleufft,
Forms
- infinitive
- zu schliefen, geschlieft zu sein
- past tense
- schloff, schliefte
- present participle
- schliefend
- third person singular
- er/sie/es schlieft, er/sie/es schliefe, es wird geschlieft, es werde geschlieft