Einkommensteuer in Österreich
Die Einkommensteuer in Österreich ist progressiv: der Satz steigt mit dem Einkommen, bis zu einem Spitzensatz von 55 %. Die ersten 13.539 € sind in der Regel steuerfrei. Sozialabgaben werden meist getrennt erhoben. Zahlen mit Stand 2026.
Die Einkommensteuer in Österreich wird vom Finanzamt Österreich verwaltet und folgt einem progressiven Tarif mit sieben Stufen. Ein Jahreseinkommen bis rund 13.539 EUR bleibt mit 0% vollständig steuerfrei, während der Spitzensteuersatz von 55% erst für Einkommensteile über 1 Million EUR gilt. Ein besonderes Merkmal ist, dass österreichische Arbeitnehmer meist ein 13. und 14. Gehalt erhalten, die über das sogenannte "Jahressechstel" zu einem sehr günstigen Satz besteuert werden.
Das dreizehnte und vierzehnte Gehalt, und warum es weniger kostet
Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden in Österreich nicht wie laufender Lohn besteuert. Diese Sonderzahlungen fallen bis zu einer Jahressechstel-Grenze unter einen eigenen, deutlich niedrigeren Tarif — nach einem Freibetrag beginnt er bei sechs Prozent. Deshalb kommt vom dreizehnten Gehalt spürbar mehr netto an als von einem Monatsgehalt derselben Höhe.
Das Jahressechstel ist die Grenze, an der es kippt: Was darüber hinaus als Sonderzahlung fließt, wird wie laufender Bezug besteuert. Bei stark schwankenden Bezügen oder unterjährigem Eintritt kann das Sechstel deshalb kleiner ausfallen als erwartet — und eine Prämie plötzlich zum vollen Tarif.
Absetzbeträge statt Freibeträge, und der Unterschied ist bares Geld
Ein Freibetrag mindert das zu versteuernde Einkommen, ein Absetzbetrag mindert die Steuer selbst. Österreich arbeitet stark mit Absetzbeträgen — Verkehrs-, Familienbonus, Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag —, und das kehrt die übliche Wirkung um: Ein Freibetrag ist für hohe Einkommen mehr wert, ein Absetzbetrag für alle gleich viel.
Bei niedrigen Einkommen greift zusätzlich die Negativsteuer: Absetzbeträge, die keine Steuer mehr vorfinden, werden bis zu einer Grenze ausgezahlt. Wer wenig verdient und keine Steuer zahlt, sollte deshalb trotzdem eine Arbeitnehmerveranlagung einreichen — sonst bleibt das Geld liegen.
Häufige Fragen
- Wie werden das 13. und 14. Gehalt in Österreich besteuert?
- Die meisten österreichischen Arbeitnehmer erhalten zwei zusätzliche Jahreszahlungen, meist als 13. und 14. Gehalt bezeichnet. Bis zu einer Grenze, dem "Jahressechstel" (etwa ein Sechstel des Jahresbezugs), werden diese zu einem sehr günstigen ermäßigten Satz statt nach dem normalen progressiven Tarif besteuert, was die effektive Steuerlast auf das gesamte Jahreseinkommen spürbar senkt.
- Gibt es in Österreich wirklich eine 0%- und eine {topRate}%-Stufe?
- Ja. Der progressive Tarif Österreichs beginnt mit einer 0%-Stufe: Jahreseinkommen bis rund 13.539 EUR bleibt vollständig steuerfrei. Am oberen Ende gilt der Spitzensteuersatz von 55% nur für den Einkommensteil über 1 Million EUR. Da das System marginal aufgebaut ist, gilt jeder Satz nur für das Einkommen innerhalb seiner Stufe und nicht für den Gesamtbetrag.
Wichtig
Dies ist ein allgemeiner Überblick, keine Steuerberatung. Die Einkommensteuer in Österreich ist progressiv und der genaue Betrag hängt von Tarifzone, Abzügen, Region und Situation ab; Sozialabgaben sind meist getrennt. Die Zahlen sind eine Referenz mit Stand 2026 und ändern sich jährlich — prüfe stets die offizielle Quelle oder einen Fachmann.
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