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Von Brutto zu Netto in der Schweiz

In der Schweiz ist dein Nettogehalt (das Ausgezahlte) das Brutto minus zwei Dinge: Sozialversicherungsbeiträge und Einkommensteuer. Die Arbeitnehmerbeiträge liegen bei etwa 6,4 % des Brutto, und die progressive Steuer kommt oben drauf. Da die Steuer mit dem Einkommen steigt, liegt das Netto meist zwischen etwa 60 % und 80 % des Brutto, je nach Verdienst. Zahlen mit Stand 2026.

In der Schweiz wird der Bruttolohn nach obligatorischen Sozialabzügen zum Nettolohn: Altersversicherung (AHV), Invalidität und Arbeitslosenversicherung machen für Arbeitnehmende rund 6-7 % aus, dazu kommt die Nichtberufsunfallversicherung. Hinzu tritt die berufliche Vorsorge (2. Säule, BVG), die einen beträchtlichen zusätzlichen Abzug bedeuten kann. Besonderheit: Die Einkommensteuer wird vom Lohn eines Schweizer Wohnsitzinhabers in der Regel nicht abgezogen; er zahlt sie später separat, während viele ausländische Beschäftigte die Quellensteuer zahlen. Der Nettolohn ist hoch, doch der Vorsorgeabzug ist erheblich.

Der schweizerische Nettolohn kommt vor der Steuer, nicht danach

Für eine in der Schweiz wohnhafte Person weist die Lohnabrechnung nur die obligatorischen Sozialversicherungen aus. Die Einkommenssteuer steht nicht darauf: Sie wird von Kanton und Gemeinde separat in Rechnung gestellt, gestützt auf eine Steuererklärung, oft im Folgejahr. Der schweizerische Nettolohn ist also ein Netto vor Steuern und lässt sich so nicht mit einem französischen oder deutschen vergleichen.

Praktisch ist das eine Liquiditätsfalle für Zuziehende: Der erste Lohn wirkt sehr hoch, und die erste Steuerrechnung kommt viel später, für ein ganzes Jahr. Vom ersten Monat an zurückzulegen ist der Rat, den alle Neuankömmlingen geben — aus gutem Grund.

Die zweite Säule wächst mit dem Alter, das Netto sinkt mit ihr

Der BVG-Beitragssatz ist nicht konstant: Er steigt in Altersstufen, sodass bei gleichem Lohn das Netto einer fünfundfünfzigjährigen Person unter dem einer dreißigjährigen liegt. Das ist keine Strafe, sondern nachgeholtes Sparen — macht aber einen Nettovergleich zwischen zwei Personen wertlos, wenn man ihr Alter nicht kennt.

Der Vorsorgeplan selbst unterscheidet sich über das gesetzliche Minimum hinaus von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Zwei Angebote mit gleichem Bruttolohn können also zwei verschiedene Nettolöhne und zwei verschiedene Altersguthaben ergeben — gegenläufig: Das niedrigere Netto ist manchmal das bessere Angebot.

Häufige Fragen

Warum wird die Einkommensteuer nicht von meinem Schweizer Lohn abgezogen?
Bei den meisten in der Schweiz wohnhaften Personen wird die Einkommensteuer nicht an der Quelle einbehalten. Auf der Lohnabrechnung erscheinen nur die obligatorischen Sozialabgaben, und die Einkommensteuer wird von den kantonalen und eidgenössischen Behörden separat veranlagt und in Rechnung gestellt, in der Regel nach Einreichung einer Steuererklärung. Viele ausländische Beschäftigte ohne Niederlassungsbewilligung bilden eine Ausnahme: Sie zahlen die Quellensteuer, die monatlich direkt vom Bruttolohn abgezogen wird.
Was ist der Vorsorgeabzug der 2. Säule (BVG) auf meiner Lohnabrechnung?
Die 2. Säule (BVG) ist die obligatorische berufliche Vorsorge der Schweiz, die auf das staatliche AHV-System aufbaut. Bei den meisten Beschäftigten oberhalb einer Einkommensschwelle wird ein Teil des Lohns in eine Pensionskasse einbezahlt, und dieser Beitrag wird zusätzlich zu den rund 6-7 % Sozialabgaben vom Bruttolohn abgezogen. Der genaue Prozentsatz steigt mit dem Alter und variiert je nach Arbeitgeber und Kasse, weshalb die BVG-Position oft der grösste Einzelabzug nach den Sozialversicherungen ist.

Wichtig

Dies ist ein allgemeiner Überblick, keine Finanzberatung. Das Nettogehalt in der Schweiz hängt von Einkommen, Tarifzone, Familienstand, Region und Beitragsgrenzen ab, eine echte Abrechnung weicht also ab. Die Zahlen sind eine Referenz mit Stand 2026 und ändern sich jährlich — nutze den Rechner für eine Schätzung und prüfe die offizielle Quelle.