Welche Heizleistung brauche ich? BTU nach Raum und Klima bemessen
Veröffentlicht am 27.4.2026 · 3 Min. Lesezeit · Immobilien-Rechner
Marco Bianchi — Redakteur Haus, Heimwerken & Auto bei OneKitly
Renovierung · Materialien
Anhand von 2 Quellen geprüft
Als Faustregel braucht ein Raum je nach Klima und Dämmung etwa 100 bis 430 BTU pro m² und Stunde. In mildem Klima rechne mit ~215 BTU/m²; in kaltem 320 bis 430. Ein Raum von 28 m² in kaltem Klima braucht rund 28 × 375 = 10 500 BTU/h, also etwa 3 100 Watt, oder 3,1 kW.

Bemesse eine Heizung aus Raumfläche und Klima: eine BTU-pro-m²-Regel liefert die Leistung, mit Watt und kW für Elektrogeräte.
Mit der Fläche beginnen, dann fürs Klima anpassen
Heizleistung wird in BTU pro Stunde gemessen — British Thermal Units, der Standardeinheit für Wärmeleistung, auch außerhalb der USA. Ausgangspunkt ist die Bodenfläche des Raums in m²: Länge mal Breite, über Räume addiert, wenn du einen offenen Bereich beheizt.
Wende dann einen BTU-pro-m²-Wert an, der dein Klima abbildet. Eine milde Region braucht rund 215 BTU/m²; eine gemäßigte 270 bis 320; eine kalte 375 bis 430 oder mehr. Diese einfache Faustregel deckt die meisten Räume ab, setzt aber Standard-Raumhöhe und mittlere Dämmung voraus.
Für Dämmung, Decken und Nutzung anpassen
Die Flächenregel bringt dich nah heran, doch reale Räume variieren. Rechne rund 10 bis 20 % dazu für hohe Decken, große oder einfach verglaste Fenster oder schlechte Dämmung, da mehr Wärme entweicht. Kürze bei einem gut gedämmten, nach Süden gerichteten Raum. Eine Küche mit eigenen Geräten kann etwas niedriger bemessen werden.
Bei Elektroheizungen rechne BTU in Watt um, indem du durch 3,412 teilst — 10 500 BTU/h sind etwa 3 076 Watt, oder 3,1 kW. Diese Zahl nennt den nötigen Stromkreis: ein 3-kW-Steckgerät läuft vielerorts an einer Standardsteckdose, größere Lasten brauchen aber einen eigenen Stromkreis — wichtig vor dem Kauf.
Die Heizung nicht überdimensionieren
Größer ist nicht automatisch besser. Eine überdimensionierte Heizung wärmt den Raum schnell, taktet dann ständig ein und aus, was Energie verschwendet, das Gerät verschleißt und ungleiche Temperaturen hinterlässt. Die Leistung an die echte Last anzupassen gibt gleichmäßigere Wärme und niedrigere Kosten als das größte Modell im Regal.
Behandle die Rechnung als Startschätzung, nicht als finale Vorgabe. Für ein Hausganzsystem sollte ein Heizungsfachmann eine echte Wärmeverlustberechnung mit Wänden, Verglasung, Luftwechseln und Ausrichtung durchführen. Die Faustregel eignet sich für ein Zusatzgerät oder einen einzelnen Raum und zur Plausibilitätsprüfung eines Angebots.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Heizleistungs-Rechner (BTU)
Eingaben
- Fläche (m²)
- 18
- Klima
- Mild
Ergebnis
- Benötigte Leistung
- 1.440 W
- Benötigte Leistung
- 4.913 BTU/h
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Wie viele BTU brauche ich pro m²?
- Rund 215 BTU/m² in mildem Klima, 270 bis 320 in gemäßigtem und 375 bis 430 in kaltem Klima. Erhöhe bei hohen Decken, großen Fenstern oder schwacher Dämmung. Multipliziere den Wert mit der Fläche für die gesamten BTU/h.
- Wie rechne ich BTU in Watt oder kW um?
- Teile die BTU pro Stunde durch 3,412 für Watt, dann durch 1 000 für Kilowatt. So sind 10 000 BTU/h etwa 2 930 Watt, oder 2,9 kW. Das zählt bei Elektroheizungen, wo der kW-Wert Stromkreis und Betriebskosten angibt.
- Ist eine größere Heizung immer besser?
- Nein. Eine überdimensionierte Heizung taktet kurz: sie erreicht schnell die Temperatur, schaltet ab, kühlt aus und startet neu, verschwendet Energie und erzeugt ungleiche Wärme. Die Leistung an die echte Last anzupassen gibt mehr Komfort und niedrigere Rechnungen als das größte Gerät.
- Ändert die Dämmung die Heizungsgröße?
- Deutlich. Gute Dämmung und moderne Doppelverglasung senken den Wärmeverlust, sodass ein gut abgedichteter Raum das untere Ende der BTU-Spanne nutzt. Ein alter, zugiger Raum mit Einfachverglasung verliert schneller und braucht 10 bis 20 % mehr. Dämme zuerst, wo möglich — das verkleinert Heizung und Betriebskosten.
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