Internet-Speedtest: Download, Upload und Latenz
Miss Download- und Upload-Geschwindigkeit, Latenz und Jitter in 10 bis 20 Sekunden über Cloudflare, mit verbrauchtem Datenvolumen, ohne das Ergebnis zu senden.
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Alle Tools: Web & Netzwerk →Dein Tarif verspricht 250 Mbit/s, Videocalls frieren abends ein, und du weißt nicht, wer schuld ist: der Anbieter, das WLAN oder der Laptop. Ein Speedtest klärt das nicht allein, liefert dir aber Zahlen zum Vergleichen. Dieser hier zeigt mehr als eine große Zahl: Er markiert, wenn ein Wert nur eine Untergrenze ist, übersetzt das Ergebnis in konkrete Antworten (Netflix in HD oder 4K, Zoom mit 1080p-Video) und rechnet aus, wie lange eine Datei mit 1 oder 5 GB zum Herunterladen braucht. Miss einmal per WLAN in dem Raum, in dem es hakt, und einmal mit einem LAN-Kabel am Router: Der Unterschied zwischen beiden Messungen sagt oft mehr als jede Zahl für sich.
So funktioniert's
- Pausiere alles, was die Leitung gerade nutzt (Downloads, Backups, Videos auf anderen Geräten), und klicke dann auf „Test starten“.
- Lass den Tab bis zum Ende sichtbar: Der Titel zeigt die laufende Phase, „Latenz“, „Download“ oder „Upload“, und der Schrittzähler (21 Schritte bei der Standardmessung) kann die Schritte einer bereits stabilisierten Richtung überspringen. Wechselt der Tab in den Hintergrund, bricht der Test ab.
- Lies die vier Karten unter „Ergebnis“: „stabilisiert“ unter einer Geschwindigkeit heißt, dass die größten Anfragen länger als eine Sekunde dauerten; „mindestens“ mit dem Zeichen ≥ heißt, dass deine Verbindung schneller sein kann als die angezeigte Zahl.
- Steht bei einer Geschwindigkeit „mindestens“, klicke auf „Länger messen“: Der Test beginnt von vorn und ergänzt Anfragen mit 50 MB, insgesamt bis zu 380 MB.
- Sieh dir „Schnell genug für …“ und „Downloaddauer“ an und öffne dann „Details der Messung“: Latenz unter Last, Zahl der Anfragen und Pings, Testdauer und verbrauchte Daten.
- Klicke auf „Kopieren“, um das Ergebnis mit Datum festzuhalten, und dann auf „Neu messen“, um zu vergleichen, etwa per Kabel statt WLAN.
Was der Test wirklich misst und wie er rechnet
Nach dem Klick lädt dein Browser die quelloffene Mess-Engine von Cloudflare und tauscht Datenblöcke mit deren Messservern aus, und zwar in dem Rechenzentrum, zu dem das Cloudflare-Netz deine Verbindung leitet, meist einem der nächstgelegenen. Die Anfragen laufen nacheinander, in Stufen wachsender Größe von 100 kB bis 25 MB, abwechselnd im Download und im Upload, mit Pings dazwischen. Jede Richtung endet, sobald alle Anfragen einer Stufe länger als eine Sekunde gedauert haben: Eine langsame Leitung bekommt die großen Blöcke nie zu sehen und verbraucht deutlich weniger Daten.
Jede Geschwindigkeit ist das 90. Perzentil der Messanfragen ab 10 ms: ein hoher Wert, den kleine, von der Latenz gebremste Anfragen kaum drücken, der aber nicht einfach die schnellste Anfrage übernimmt. Gerechnet wird eher vorsichtig: Beim Download zählt die Latenz zur gemessenen Zeit, beim Upload die Bearbeitungszeit des Servers. Die Latenz ist der Median aus 15 Pings, leeren Anfragen, von denen die vom Server gemeldete Bearbeitungszeit abgezogen wird; der Jitter ist die mittlere Abweichung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Pings. Während der Stufen, deren Anfragen mindestens 250 ms dauern, liefern parallel gesendete Pings die Latenz unter Last.
Bleibt die Frage, ob die Leitung ausgelastet wurde. Dauerten die größten Anfragen einer Richtung länger als eine Sekunde, gilt ihr Wert als „stabilisiert“. Andernfalls liefen selbst die 25-MB-Blöcke zu schnell durch, und die Zahl steht mit dem Zeichen ≥ als „mindestens“ da. Das passiert oberhalb von etwa 200 Mbit/s; die verlängerte Messung mit ihren 50-MB-Blöcken schiebt die Grenze auf rund 400 Mbit/s. Vor dem Ende erscheint kein Ergebnis: Stoppen, ein ausgeblendeter Tab, ein Fehler oder 30 Sekunden ohne abgeschlossene Anfrage lassen die Karten ohne Wert.
Wann dir ein Speedtest wirklich weiterhilft
- Deine Leitung am Tarif messen: Verbinde den Computer per LAN-Kabel mit dem Router, lass die anderen Geräte ruhen und teste zu mehreren Tageszeiten; bricht die Geschwindigkeit nur abends ein, spricht das eher für ein überlastetes Netz als für ein defektes Gerät.
- Herausfinden, warum Videocalls einfrieren: Achte auf Upload und Jitter und dann auf die Zeile „Zoom mit 1080p-Video“, die 3,8 Mbit/s im Upload verlangt; oft hapert es beim Senden, nicht beim Empfangen.
- Klären, ob das WLAN schuld ist: Miss zwei Meter vom Router entfernt und dann in dem Zimmer, in dem die Verbindung schwächelt; bricht nur der zweite Wert ein, musst du die Funkabdeckung verbessern, nicht den Tarif wechseln.
- Vor einem wichtigen Videocall zwischen dem Hotspot deines Smartphones über 4G oder 5G und dem WLAN im Hotel oder im Zug wählen, wobei ein Test über 4G mit 30 Mbit/s rund 15 MB verbraucht und über sehr schnelles 5G bis zu etwa 170 MB.
- Die Dauer eines großen Downloads abschätzen, ob Spiel, Systemupdate oder Backup, mit den Karten „Datei mit 1 GB“ und „Datei mit 5 GB“, berechnet aus der gemessenen Download-Geschwindigkeit.
- Einen Nachweis sammeln, bevor du beim Kundenservice anrufst: „Kopieren“ legt Datum der Messung, beide Geschwindigkeiten, Latenz und Jitter in die Zwischenablage, bereit zum Einfügen in eine Nachricht.
Rechenbeispiele mit den Funktionen des Tools
Die Geschwindigkeiten unten sind als Beispiel gewählt und keine Messwerte. Zeiten, Bewertungen und Datenmengen entsprechen der Anzeige, berechnet mit dem Code des Tools selbst.
- Download mit 50 Mbit/s, stabilisiert: Die Karte „Datei mit 1 GB“ zeigt 2 min 40 s, „Datei mit 5 GB“ zeigt 13 min 20 s. Mit 10 Mbit/s im Upload steht in allen drei Zeilen von „Schnell genug für …“ ja.
- Download als ≥ 200 Mbit/s mit „mindestens“ angezeigt: Die Zeiten werden zu Höchstwerten mit ≤ davor, also 40 s für 1 GB und 3 min 20 s für 5 GB. Stabilisiert die verlängerte Messung die Geschwindigkeit danach bei 300 Mbit/s, zeigen die beiden Karten 27 s und 2 min 13 s.
- 12 Mbit/s im Download und 1 Mbit/s im Upload, beide stabilisiert, wie bei vielen DSL-Anschlüssen: Netflix in HD 720p bekommt ein Ja, Netflix in 4K ein Nein, weil 15 Mbit/s fehlen, und Zoom mit 1080p-Video ebenfalls ein Nein, wegen des Uploads weit unter 3,8 Mbit/s. Eine Datei mit 1 GB braucht 11 min 7 s.
- Daten: Bei einer sehr schnellen Verbindung laufen alle 21 Schritte durch und tauschen 161,2 MB an Blöcken aus, angekündigt als etwa 170 MB, sobald die Protokoll-Header mitgezählt sind; die verlängerte Messung kommt auf 361,2 MB, angekündigt als 380 MB. Über 4G mit 30 Mbit/s im Download und 8 Mbit/s im Upload endet der Download nach der 5-MB-Stufe und der Upload nach der 1-MB-Stufe: 13,7 MB, angekündigt als rund 15 MB.
Was dieser Test nicht verraten kann
- Das ist nicht die Geschwindigkeit aus deinem Vertrag: Die Messung läuft über dein WLAN, dein Gerät, alles, was sonst im Haushalt passiert, und den Weg bis zum Rechenzentrum von Cloudflare. Ein niedriger Wert zeigt ein langsames Glied in dieser Kette, ohne zu verraten, welches.
- Oberhalb von etwa 200 Mbit/s in der Standardmessung und etwa 400 Mbit/s in der verlängerten bleibt der Wert eine Untergrenze. Nach der verlängerten Messung hat das Tool keine größeren Anfragen mehr, und die Meldung sagt dir, dass deine Verbindung schneller ist, als der Test auslasten kann.
- Paketverlust wird nicht gemessen, obwohl er reicht, um einen Videocall oder ein Onlinespiel ruckeln zu lassen. Deshalb zeigt das Tool auch nicht die Qualitätsnoten für Streaming, Gaming und Videocalls, welche die Cloudflare-Bibliothek berechnet: Alle drei hängen vom Paketverlust ab.
- Die Latenz ist die kleiner Webanfragen an das Cloudflare-Rechenzentrum, das dir antwortet, kein ICMP-Ping und keine Laufzeit zu einem Spieleserver: Ein Spiel, das in einem anderen Land gehostet wird, kann einen höheren Wert zeigen.
- „Verbrauchte Daten“ addiert die Größe der ausgetauschten Blöcke, HTTP-Header inklusive, wenn der Browser sie meldet (nicht vor Safari 16.4); der Overhead von TLS und TCP/IP fehlt, dein Anbieter zählt also etwas mehr.
- Ein VPN, ein Firmen-Proxy oder ein Inhaltsblocker verändern, was gemessen wird, oder verhindern, dass Cloudflare überhaupt erreichbar ist: Mit aktivem VPN misst du den Tunnel und seinen Server, nicht deine Leitung.
Datenschutz
Lokal und auf dem ServerVor deinem Klick auf „Test starten“ geht nichts an Cloudflare. Danach tauscht dein Browser mit Cloudflare (speed.cloudflare.com) Datenblöcke ohne Inhalt aus, in beide Richtungen; Cloudflare sieht also deine IP-Adresse, deinen Browser und die Adresse der Website, von der aus gemessen wird. Das Ergebnis geht weder an Cloudflare noch an diese Website, und in deinem Browser wird nichts gespeichert. Browser auf Chromium-Basis wie Chrome oder Edge können Cloudflare allerdings Berichte über Netzwerkfehler zu einem Teil dieser Anfragen schicken. Die Nutzungsstatistik der Website hält nur fest, dass ein Test gestartet wurde, zu Ende lief oder fehlschlug oder dass sein Ergebnis kopiert wurde, nie eine Geschwindigkeit oder Latenz.
Häufige Fragen
Warum ist meine Geschwindigkeit niedriger als im Tarif angegeben?
Weil der Tarif beschreibt, was die Leitung liefern kann, der Test aber den ganzen Weg misst: WLAN, Netzwerkkarte und Browser des Geräts, alles andere im Haushalt und das Netz bis zu Cloudflare. Ein LAN-Anschluss mit nur 100 Mbit/s begrenzt alles Übrige. Miss zuerst per Kabel, während die anderen Geräte ruhen, und zu verschiedenen Tageszeiten. Bleibt die Lücke, halte die Ergebnisse mit „Kopieren“ für deinen Anbieter fest und prüfe, ob bei hohen Werten „mindestens“ steht.
Soll ich per WLAN oder mit Kabel testen?
Beides, nacheinander. Per LAN-Kabel am Router kommst du nah an das heran, was die Leitung liefert; per WLAN misst du, was davon in dem Raum ankommt, in dem du die Verbindung wirklich nutzt. Liefert das Kabel 300 Mbit/s und das WLAN im Wohnzimmer 40, liegt es nicht an der Leitung: Geh näher an den Router, wechsle ins 5-GHz-Band oder ergänze einen Access Point und teste danach an derselben Stelle.
Wie viele Daten verbraucht ein Test?
Das hängt von deiner Geschwindigkeit ab, denn jede Richtung endet, sobald ihre Anfragen länger als eine Sekunde dauern. Bei einer sehr schnellen Verbindung läuft die ganze Abfolge durch: bis zu etwa 170 MB, mit der verlängerten Messung bis zu 380 MB. Über 4G mit 30 Mbit/s sind es rund 15 MB, bei einer langsamen Leitung wenige Megabyte. Die tatsächliche Menge deiner Messung steht danach unter „Details der Messung“ in der Zeile „Verbrauchte Daten“.
Warum steht beim Upload „mindestens“?
Weil selbst die größten Upload-Anfragen mit je 25 MB in weniger als einer Sekunde durch waren: Deine Verbindung wurde nicht ausgelastet, und dein echter Upload liegt mindestens beim angezeigten Wert. Das kommt bei Glasfaser vor, wo der Upload über 200 Mbit/s liegen kann. Klicke auf „Länger messen“: Die verlängerte Messung stabilisiert den Wert mit Anfragen von 50 MB bis etwa 400 Mbit/s. Darüber bleibt das Zeichen ≥, und eine Meldung sagt dir, dass deine Verbindung schneller ist, als der Test auslasten kann.
Welche Geschwindigkeit brauchen Netflix und Videocalls mit Zoom?
Netflix empfiehlt 3 Mbit/s für HD 720p und 15 Mbit/s für 4K; Zoom verlangt für 1080p-Video 3,8 Mbit/s im Upload und 3 Mbit/s im Download. Das sind die Schwellen unter „Schnell genug für …“, jeweils für einen einzigen Stream: Zwei Bildschirme in 4K und ein Videocall gleichzeitig brauchen die Summe. Ist ein Wert nur eine Untergrenze unterhalb der Schwelle, antwortet das Tool mit „unklar“ statt mit nein.
Warum entspricht die angezeigte Latenz nicht dem Ping in meinem Spiel?
Weil weder das Ziel noch die Methode dieselben sind. Das Tool stoppt die Zeit kleiner, leerer Webanfragen an das Cloudflare-Rechenzentrum, das dir antwortet, zieht die vom Server gemeldete Bearbeitungszeit ab und nimmt den Median aus 15 Versuchen. Ein Spiel misst die Laufzeit zu seinem eigenen Server, manchmal in einem anderen Land. Eine niedrige Latenz hier zeigt, dass deine Leitung schnell reagiert; über einen weit entfernten Server sagt sie nichts.
Warum bricht der Test ohne Ergebnis ab?
Dafür gibt es mehrere Gründe, und die Meldung auf dem Bildschirm nennt den zutreffenden. Wechselst du den Tab oder minimierst du das Fenster, bremst der Browser die Anfragen, und der Test bricht ab, statt den Wert zu verfälschen. Wird 30 Sekunden lang keine Anfrage fertig, gibt er auf. Auch ein Inhaltsblocker oder eine Firewall kann Cloudflare unerreichbar machen, und nach zu vielen Tests von deiner Verbindung musst du ein paar Minuten warten. In jedem Fall startet „Erneut versuchen“ oder „Neu starten“ eine komplette Messung.
Warum liefern zwei Tests hintereinander unterschiedliche Werte?
Weil eine Verbindung keine feste Geschwindigkeit hat. Zwischen zwei Messungen kann ein anderes Gerät im Haushalt ein Update gestartet haben, das WLAN kann Störungen aus der Nachbarschaft abbekommen, und der Weg zu Cloudflare kann über stärker ausgelastete Strecken führen. Auf einer langsamen Leitung zählt jede Richtung außerdem nur wenige Anfragen, zu sehen unter „Details der Messung“, was den Wert empfindlicher macht. Miss dreimal und halte dich an die Größenordnung statt an die Nachkommastelle.