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Mehrwertsteuer in der Schweiz

Der Standard-Mehrwertsteuersatz in der Schweiz beträgt 8,1 %. Ermäßigte Sätze von 2,6% gelten für bestimmte Waren und Dienstleistungen wie Lebensmittel, Bücher und Medikamente. Um MwSt. aufzuschlagen, multipliziere den Nettopreis mit 1,081 — bei einem CHF 100-Artikel kommen CHF 8,1 dazu, also CHF 108,1 insgesamt.

In der Schweiz heißt die Mehrwertsteuer MWST auf Deutsch, TVA auf Französisch und IVA auf Italienisch, und sie wird von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV/AFC) verwaltet. Obwohl die Schweiz nicht zur EU gehört, gehört ihr Normalsatz von 8,1% zu den niedrigsten in Europa. Dieser Satz stieg im Januar 2024 von 7,7%, unter anderem zur Finanzierung der Altersvorsorge. Ein Sondersatz von 3,8% gilt für Beherbergung, ein reduzierter Satz von 2,6% für Lebensmittel, Medikamente und Bücher.

Ermäßigte Sätze

2,6%

Sonder- und Parksätze

3,8%

Im Januar 2024 von 7,7 % auf 8,1 % erhöht. Die 3,8 % sind ein Sondersatz für Hotel- und Ferienbeherbergung, kein ermäßigter Satz: Der ermäßigte Satz von 2,6 % gilt für Lebensmittel, Medikamente und Druckerzeugnisse.

Außerhalb der Union — und das zeigt sich bei jedem Paket

Die Schweiz gehört weder zur Europäischen Union noch zu ihrem Zollgebiet, und ihre Mehrwertsteuer folgt nicht der gemeinsamen Richtlinie. Praktisch heißt das: Ware, die die Grenze überquert, ist eine Einfuhr — die schweizerische Steuer fällt beim Eintritt an, die ausländische kann bei der Ausfuhr zurückgefordert werden. Deshalb spart ein Onlinekauf im Nachbarland die Satzdifferenz nicht: Sie wird an der Grenze wieder eingezogen.

Die schweizerische Steuerpflicht bemisst sich am weltweiten Umsatz, nicht am schweizerischen allein. Ein ausländisches Unternehmen, das in die Schweiz liefert, kann daher schon mit der ersten Lieferung steuerpflichtig werden, wenn sein Gesamtumsatz die Schwelle übersteigt — ein Punkt, den in der Union ansässige Onlinehändler regelmäßig übersehen.

Ein Beherbergungssatz und eine Erhöhung wegen der AHV

Die Schweiz hält einen Sondersatz für Beherbergung, getrennt vom reduzierten und vom Normalsatz — die Hotelübernachtung ist weder ein Grundbedarfsgut noch eine gewöhnliche Leistung. Diese dritte Stufe ist in Europa selten und erklärt, warum eine schweizerische Hotelrechnung sich anders liest als eine Restaurantrechnung, die dem Normalsatz unterliegt.

Die schweizerischen Sätze wurden zum 1. Januar 2024 angehoben, und der Grund ist ungewöhnlich: die Finanzierung der Alters- und Hinterlassenenversicherung, beschlossen in einer Volksabstimmung. Die Mehrwertsteuer ist damit ausdrücklich an eine benannte Sozialausgabe gebunden, was auf keine andere europäische Mehrwertsteuer zutrifft — und was eine Erhöhung für die Wählerin lesbarer macht als eine Haushaltsanpassung.

Häufige Fragen

Warum ist die Schweizer MWST so viel niedriger als in der EU?
Die Schweiz gehört nicht zur EU und ist daher nicht an die EU-Regel gebunden, die einen Normalsatz von mindestens 15% verlangt. Mit 8,1% beträgt der Schweizer Satz etwa ein Drittel dessen, was viele EU-Länder erheben, was eine breite Steuerbasis und eine mäßige Abhängigkeit von der MWST widerspiegelt. Selbst nach der Erhöhung von 7,7% im Januar 2024 bleibt er einer der niedrigsten in Europa.
Können Touristen die Schweizer MWST bei der Ausreise zurückfordern?
Ja. Im Ausland wohnhafte Besucher können die MWST auf mitgenommene Waren zurückfordern, sofern ein einzelner Beleg mindestens 300 CHF (inkl. MWST) erreicht und die Waren innerhalb von 30 Tagen ausgeführt werden. Bitte den Händler um ein Ausfuhrdokument, lass es beim Zoll bei der Ausreise abstempeln und reiche es zur Erstattung ein. Der Sondersatz von 3,8% auf Hotelübernachtungen ist nicht erstattungsfähig, da die Leistung in der Schweiz bezogen wird.

Hinweis

Mehrwertsteuersätze ändern sich, oft jährlich. Diese Zahl für die Schweiz ist eine allgemeine Referenz mit Stand 2026 — prüfe den aktuellen Satz bei der offiziellen Quelle, bevor du dich darauf verlässt.