Pizzateig-Hydration erklärt: Was der Prozentsatz bedeutet
Veröffentlicht am 23.2.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alltags-Rechner
Marco Bianchi — Redakteur Haus, Heimwerken & Auto bei OneKitly
Renovierung · Materialien
Anhand von 2 Quellen geprüft
Hydration ist das Gewicht des Wassers geteilt durch das Gewicht des Mehls, in Prozent ausgedrückt — 650 g Wasser mit 1000 g Mehl ergeben also 65 % Hydration. Höhere Hydration ergibt einen feuchteren, klebrigeren Teig, der zu einer offenen, luftigen Kruste mit großen Poren bäckt, während niedrigere Hydration einen festeren Teig und eine dichtere, zähere Kruste gibt. Die meisten Hauspizzen liegen zwischen 60 % und 70 %, und die Proteinstärke des Mehls bestimmt, wie viel Wasser es binden kann.

Versteh, was der Hydrationsprozentsatz bedeutet, wie das Wasser-Mehl-Verhältnis deine Kruste formt und welchen Wert du für Blech-, neapolitanische oder New-York-Pizza wählst.
Die Formel hinter dem Hydrationsprozentsatz
Hydration nutzt Bäckerprozente, bei denen Mehl immer 100 % ist und jede andere Zutat daran gemessen wird. Wasser geteilt durch Mehl mal 100 ergibt den Hydrationswert: 600 g Wasser auf 1000 g Mehl sind 60 %, 700 g sind 70 %. Da es ein Verhältnis ist, skaliert es sauber — derselbe 65-%-Teig funktioniert für eine Pizza oder für zehn.
Salz, Hefe und Öl werden genauso gezählt, gehen aber nicht in die Hydrationszahl ein — nur Wasser und andere Flüssigkeiten. Fügt ein Rezept Öl oder Milch hinzu, rechnet ein sorgfältiger Bäcker deren Wasseranteil in die Summe ein, doch für die meisten Hausteige genügt reines Wasser gegen Mehl.
Wie Hydration die Kruste formt
Mehr Wasser bedeutet mehr Dampf im Ofen, und Dampf ist es, der die Krume zu großen, unregelmäßigen Poren aufbläht. Ein Teig mit hoher Hydration von 70 % oder mehr öffnet sich mit Zeit und heißem Backen zu einem leichten, blasigen Rand. Ein trockenerer Teig um 58–60 % fängt weniger Dampf ein, bäckt also fester und zäher — ideal, wenn Struktur schwere Beläge tragen soll.
Höhere Hydration macht den Teig auch schwerer zu handhaben: Er klebt, verläuft und braucht eine sanftere Hand, oft eine lange Fermentation mit Dehn-und-Falt-Schritten, um ohne Kneten Struktur aufzubauen. Dieser Kompromiss erklärt, warum Anfänger meist näher an 60 % beginnen und mit besserem Formen Richtung 70 % steigen.
Hydration nach Pizzastil wählen
Neapolitanischer Teig liegt bei etwa 58–62 %, niedrig genug zum Formen von Hand und für einen 90-Sekunden-Bake im glühenden Holzofen. New-York-Stil liegt bei 62–65 % mit etwas Öl für ein faltbares, zähes Stück. Römische al-taglio- und luftige Blechpizzen gehen auf 75–85 %, wo der sehr nasse Teig das wabenartige Innere gibt.
Pass die Hydration an Mehl und Ofen an, nicht nur an den Stil. Ein stärkeres Brotmehl mit mehr Protein trägt eine höhere Hydration, ohne zur Suppe zu werden, und ein heißerer Ofen fixiert die Kruste, bevor ein nasser Teig verläuft. Beginne im Bereich des Stils und pass dann Punkt für Punkt an, bis die Kruste stimmt.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Pizzateig-Rechner
Eingaben
- Anzahl Pizzen
- 8
- Gewicht Teigling (g)
- 275
- Hydration (%)
- 130
Ergebnis
- Mehl (g)
- 947
- Wasser (g)
- 1.231
- Salz (g)
- 18,941
- Frischhefe (g)
- 2,841
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Mit welcher Hydration sollte ein Anfänger beginnen?
- Rund 60–62 % ist gutmütig: Der Teig hält zusammen, formt sich leicht und bäckt trotzdem zu einer guten Kruste. Wenn die Handhabung leichtfällt, erhöhst du das Wasser Punkt für Punkt Richtung 68–70 % für eine offenere Krume.
- Macht höhere Hydration immer eine bessere Pizza?
- Nein — sie macht eine andere Pizza. Hohe Hydration passt zu leichten, luftigen, sehr heiß gebackenen Stilen, aber ein festerer Teig ist besser für einen stabilen Boden unter schweren Belägen. Die richtige Hydration hängt von Stil, Mehl und Ofen ab, nicht vom Jagen nach der höchsten Zahl.
- Wie beeinflusst das Mehl, wie viel Wasser ich zugeben kann?
- Protein ist der Schlüssel. Starkes Brot- oder glutenreiches Mehl bildet mehr Gluten und nimmt mehr Wasser auf, hält also eine höhere Hydration, ohne zusammenzufallen. Ein schwächeres Allzweckmehl wird beim selben Prozentsatz weich und klebrig, senke damit das Wasser um ein paar Punkte.
- Wie messe ich die Hydration genau?
- Wieg alles mit einer Küchenwaage — Tassen schwanken zu stark für verlässliche Verhältnisse. Wieg das Mehl, wieg das Wasser, teile Wasser durch Mehl und multipliziere mit 100. Nur das Arbeiten nach Gewicht trifft dieselbe Hydration von Charge zu Charge.
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Quellen
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