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Wie viel Wein für eine Hochzeit: von Flaschen aus rechnen, nicht per Faustregel

Veröffentlicht am 10.7.2026 · 6 Min. Lesezeit · Alltags-Rechner

Marco Bianchi

Marco BianchiRedakteur Haus, Heimwerken & Auto bei OneKitly

Renovierung · Materialien

Anhand von 2 Quellen geprüft

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Kurz gesagt

Zähle Gläser und teile durch fünf. Eine 750-ml-Flasche gibt fünf Gläser zu 150 ml — die Referenzgröße für Wein mit 12 Prozent Alkohol. Der Planungswert, der Jahrzehnte Catering überlebt hat: ein Getränk pro Gast in der ersten Stunde und danach eines pro Stunde, also schlicht ein Getränk pro Gast und Stunde. Zieh die Gäste ab, die nicht trinken — 15 Prozent sind ein vernünftiger Standard — und die Formel lautet Flaschen = Gäste × 0,85 × Stunden ÷ 5. Für 100 Gäste über einen fünfstündigen Empfang, bei dem Wein das einzige Getränk ist, sind das 85 Trinkende × 5 Stunden = 425 Gläser, also 85 Flaschen, rund sieben Kisten. Servierst du stattdessen Wein, Bier und Spirituosen im Verhältnis 50/30/20, braucht derselbe Abend 43 Flaschen Wein, 128 Biere und 6 Flaschen Spirituosen — plus 17 Flaschen Schaumwein für einen Toast, bei sechs Flöten je Flasche. Behandle all diese Zahlen als Mitte einer Spanne, nicht als Antwort.

Ein gedeckter Tisch mit Weingläsern, Grün und Gedecken im Innenraum.
Expect Best · Pexels · Pexels

Eine 750-ml-Flasche gibt fünf Gläser, und Gäste trinken im Schnitt etwa ein Getränk pro Stunde. Alles Übrige ist Rechnen — hier für 50 bis 250 Gäste über drei, vier und fünf Stunden, mit einer ehrlichen Spanne statt einer einzigen Zahl.

Die ehrliche Antwort ist eine Spanne — und zwar eine breite

Jede Seite, die diese Frage mit einer einzigen Zahl beantwortet, verschweigt die Streuung. Der Verbrauch hängt davon ab, wer eingeladen ist, wann der Empfang beginnt, ob getanzt wird, wie heiß es ist, ob die Gäste selbst fahren und ob die Bar frei ist. Rechne dieselbe Hochzeit mit 100 Gästen, fünf Stunden, nur Wein, mit drei plausiblen Raten: 64 Flaschen bei zurückhaltenden 0,75 Getränken pro Stunde, 85 Flaschen bei mäßigem einem pro Stunde, 128 Flaschen bei kräftigen 1,5. Das ist Faktor zwei zwischen unterer und oberer Schätzung für dieselbe Gästeliste, und keine Formel schließt diese Lücke für dich.

Hier steckt der nützlichste Planungsrat, und er hat nichts mit Rechnen zu tun: kaufe auf Rückgabebasis. Die meisten Weinhändler nehmen ungeöffnete, unbeschädigte Flaschen in den Originalkartons zurück, und viele liefern im selben Zug Gläser und kühlen den Wein vor. Frag danach, bevor du bestellst, lass dir die Bedingungen schriftlich geben und bestelle dann eher am oberen Rand deiner Spanne als in der Mitte. Zu viel bestellen kostet unter einer Rückgabevereinbarung nur die Lieferung; zu wenig bestellen kostet eine Bar, die um neun schließt.

Woher die Rechnung tatsächlich stammt

Zwei Konstanten tragen die ganze Schätzung. Die erste ist der Ausschank: ein Standardglas Tafelwein sind 150 ml bei etwa 12 Prozent Alkohol, und eine 750-ml-Flasche enthält davon fünf. Schenkt dein Caterer großzügige 180-ml-Gläser aus, sinkt das auf vier Portionen und alle Zahlen der Tabelle steigen um ein Viertel — das lohnt eine Rückfrage, denn es ist der Unterschied zwischen 85 und 107 Flaschen bei einem Abend mit 100 Gästen. Die zweite ist die Rate: ein Getränk pro Gast in der ersten Stunde, danach eines pro Stunde — darauf laufen die meisten Catering-Empfehlungen hinaus, und es heißt schlicht ein Getränk pro Gast und Stunde.

Der Rest ist Buchhaltung, und die zwei Anpassungen, die am meisten wiegen, sind die Nichttrinkenden und die Getränkeaufteilung. Fünfzehn Prozent Nichttrinkende sind ein vertretbarer Standardwert, aber für manche Gästelisten eine schlechte Annahme: eine Hochzeit mit vielen Kindern, vielen Fahrerinnen und Fahrern oder einer Gemeinschaft, die nicht trinkt, verschiebt die Zahl erheblich — hier lohnt sich Zählen statt Voreinstellung. Die Aufteilung zählt, weil die Einheiten verschieden sind: Wein mit fünf Portionen je Flasche, Bier mit einer Portion je Flasche, Spirituosen mit rund sechzehn Ausschänken je 750 ml. Letzteres überrascht jedes Mal: ein Abend mit hundert Gästen und 20 Prozent Spirituosenanteil braucht 85 Ausschänke, also sechs Flaschen, und sechs Flaschen wirken neben 128 Bieren lächerlich klein, obwohl sie pro Flasche weit mehr Getränke ergeben.

In Kisten bestellen — und daran denken, was die Formel nicht zählt

Wein wird zu zwölf Flaschen je Kiste verkauft, und die Rückgaberegel gilt meist für volle, ungeöffnete Kisten statt für lose Flaschen — runde also in jede Richtung auf die Kiste auf. Einundfünfzig Flaschen werden fünf Kisten, achtundsechzig werden sechs, fünfundachtzig werden acht. Diese Rundung tut genau das, was sie soll: sie hebt dich um eine Handvoll Flaschen über die Schätzung, bei nahezu null Risiko. Verteile die Kisten je nach Jahreszeit auf Rot, Weiß und etwas Schäumendes — ein Sommernachmittagsempfang neigt stark zu Weiß, Rosé und Perlendem, ein Winteressen zu Rot — und kaufe einen Stil, den du kennst, statt drei, die du errätst.

Drei Dinge stehen außerhalb der Formel und werden mit beeindruckender Regelmäßigkeit vergessen. Erstens der Toast: bei sechs Flöten je Flasche brauchen 100 Gäste 17 Flaschen Schaumwein für je ein Glas, und das kommt zur Weinmenge hinzu, es steckt nicht darin. Zweitens das Eis: rechne mit 500 bis 700 g pro Gast für einen ganzen Abend; ausgehendes Eis schließt eine Bar genauso zuverlässig wie ausgehender Wein. Und drittens die alkoholfreien Getränke — plane für die als Nichttrinkende abgezogenen Gäste dieselbe Zahl an Portionen pro Stunde, denn die abgezogenen 15 Prozent stehen weiterhin an der Bar und wollen etwas in der Hand halten.

Trinkende
Weinflaschen, wenn Wein das einzige Getränk ist — bei 15 Prozent Nichttrinkenden und einem Glas pro trinkendem Gast und Stunde.
GästeTrinkendeEmpfang über 3 Stunden4 Stunden5 Stunden
5042,526 Flaschen34 Flaschen43 Flaschen
7563,7539 Flaschen51 Flaschen64 Flaschen
1008551 Flaschen68 Flaschen85 Flaschen
150127,577 Flaschen102 Flaschen128 Flaschen
200170102 Flaschen136 Flaschen170 Flaschen
250212,5128 Flaschen170 Flaschen213 Flaschen

Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet

Hochzeits-Alkohol-Rechner

Eingaben

Anzahl Gäste
100
Bar-Stunden
5
Trinkniveau
Wenig
Nichttrinker (%)
15
Weinanteil (%)
50
Bieranteil (%)
30
Spirituosen (%)
20
Sekt-Toast?
Ja

Ergebnis

Getränke insgesamt
319
Weinflaschen (750 ml)
32
Biere
96
Spirituosenflaschen (750 ml)
4
Sektflaschen (Toast)
17

Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.

Mit eigenen Zahlen nachrechnen

Häufige Fragen

Wie viele Flaschen für 100 Gäste?
Wenn Wein das einzige Getränk ist: 51 Flaschen für einen dreistündigen Empfang, 68 für vier Stunden und 85 für fünf — bei 15 Prozent Nichttrinkenden und einem Glas pro trinkendem Gast und Stunde. Auf Kisten aufgerundet sind das fünf, sechs und acht Kisten. Servierst du zusätzlich Bier und Spirituosen im Verhältnis 50/30/20, sinkt die Fünf-Stunden-Variante auf 43 Flaschen Wein neben 128 Bieren und 6 Flaschen Spirituosen. Rechne 17 Flaschen Schaumwein dazu, wenn es einen Toast gibt.
Wie viel Sekt brauche ich allein für den Toast?
Eine Flasche je sechs Gäste, denn ein Toastglas ist kleiner als ein Weinglas — sechs Flöten zu etwa 125 ml aus einer 750-ml-Flasche. Das sind 17 Flaschen für 100 Gäste, 25 für 150 und 34 für 200. Zwei Dinge im Hinterkopf: nicht alle trinken den Toast mit, exakt nach Kopfzahl zu bestellen ist also eher vorsichtig als knapp; und Schaumwein muss wirklich kalt sein, um zügig ausgeschenkt zu werden — sag der Location eine Stunde vor den Reden, wie viel Kühl- oder Eisplatz du brauchst, nicht fünf Minuten vorher.
Ist eigener Wein günstiger als die Bar der Location?
Oft ja, aber das Korkgeld entscheidet, und die Subtraktion gehört vor die Zusage. Locations, die mitgebrachten Wein erlauben, rechnen üblicherweise je geöffneter Flasche ab, und sobald diese Gebühr an den Einkaufspreis der Flasche heranreicht, verdampft die Ersparnis. Hol dir vor der Unterschrift drei Zahlen schriftlich: das Korkgeld je Flasche, ob es auch für Schaumwein gilt, und ob du ungeöffnete mitgebrachte Flaschen wieder mitnehmen darfst. Der letzte Punkt hängt direkt am Rückgaberat weiter oben: eine Location, die dich nicht mit deinen ungeöffneten Kisten gehen lässt, verwandelt deinen Sicherheitspuffer still in Kosten.

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