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Kaufnebenkosten in Deutschland

Ein Hauskauf in Deutschland kommt mit etwa 5–8,5 % des Kaufpreises an Steuern und Gebühren obendrauf — vor allem Grunderwerbsteuer bzw. Stamp Duty, Notar- oder Anwaltskosten und Grundbuchgebühren. Bei einer 300.000 €-Immobilie sind das etwa 15.000 € bis 25.500 €. Die Kosten variieren nach Region und Immobilienart; Maklergebühren sind meist separat. Stand 2026.

Gesamte Kaufnebenkosten

5–8,5 %

Keine Region gewählt, also steht hier die nationale Zahl — dabei wird die Grunderwerbsteuer in diesem Land gar nicht bundesweit festgelegt. Wähle eine Region für eine Zahl, die auf einen echten Kauf passt.

Quelle: Grunderwerbsteuergesetz (Germany) · 2026 an der Quelle geprüft

Wer in Deutschland ein Eigenheim kauft, zahlt mehr als den Kaufpreis. Hinzu kommen die Grunderwerbsteuer, eine Notargebühr und eine Gebühr für das Grundbuch. Die Grunderwerbsteuer wird von jedem Bundesland festgelegt und liegt bei etwa 3,5 % bis 6,5 %; Notar- und Grundbuchgebühren sind gesetzlich tarifiert und machen rund 1,5 bis 2 % des Preises aus. Zusammen liegen diese Kaufnebenkosten bei etwa 5 bis 8,5 % des Kaufpreises. Die Maklerprovision kommt darüber hinaus noch obendrauf und ist hier nicht mitgerechnet.

Grunderwerbsteuer: Ländersache, und der größte Posten

Die Grunderwerbsteuer setzt jedes Bundesland selbst fest, und die Spanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Satz ist erheblich — mehrere Prozentpunkte auf den Kaufpreis. Sie ist damit der größte Einzelposten der Nebenkosten und der einzige, der allein von der Lage des Grundstücks abhängt und von nichts sonst.

Ein Teil des Kaufpreises kann ihr entzogen werden, wenn bewegliches Inventar — Einbauküche, Markise, Sauna — im Vertrag gesondert und realistisch bewertet ausgewiesen wird. Realistisch ist die Bedingung: Das Finanzamt prüft, und eine Küche zum halben Kaufpreis wird nicht anerkannt.

Notar, Grundbuch und Makler: was verhandelbar ist und was nicht

Notar- und Grundbuchkosten folgen einer bundesweiten Gebührenordnung, die sich nach dem Kaufpreis richtet. Sie sind nicht verhandelbar, und ein günstigerer Notar existiert nicht — die Auswahl entscheidet über die Betreuung, nicht über den Preis. Der Notar ist zudem beiden Seiten verpflichtet, auch wenn der Käufer ihn üblicherweise bezahlt.

Die Maklerprovision dagegen wird seit Ende 2020 beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher geteilt: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte. Das hat die Nebenkosten für Käufer in den Ländern spürbar gesenkt, in denen zuvor die volle Provision üblich war — und es ist der Grund, warum ältere Rechenbeispiele im Netz zu hoch liegen.

Häufige Fragen

Warum unterscheidet sich die Grunderwerbsteuer je Bundesland?
In Deutschland wird die Grunderwerbsteuer von jedem Bundesland einzeln festgelegt, der Satz hängt also vom Standort der Immobilie ab und nicht von bundesweiten Regeln. 2026 reicht er von 3,5 % in Bayern, das nie einen eigenen Satz beschlossen hat und weiter den Bundesmindestsatz anwendet, bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Beim gleichen Kaufpreis kann die Steuer zwischen zwei Bundesländern daher um mehrere tausend Euro höher oder niedriger ausfallen.
Wer zahlt seit der Änderung von 2020 die Maklerprovision in Deutschland?
Vor Dezember 2020 trug der Käufer die Maklerprovision oft allein. Seither gelten für Wohnungen und Einfamilienhäuser die §§ 656c und 656d BGB: Der Käufer darf zu nicht mehr verpflichtet werden als der Verkäufer, sein Anteil ist also auf die Hälfte gedeckelt. Diese Hälfte bleibt ein echter Kostenblock, und sie kommt zu den hier genannten 5 bis 8,5 % hinzu — diese Zahl deckt nur Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch ab und lässt die Provision bewusst außen vor, weil sie verhandelt und nicht tarifiert wird und beim Privatverkauf gar nicht anfällt.

Wichtig

Dies ist ein allgemeiner Überblick, keine Rechts- oder Finanzberatung. Die Kaufnebenkosten in Deutschland variieren stark nach Region, Immobilienart (neu oder bestehend), Preis und ob es die erste Immobilie ist; Maklergebühren sind meist separat. Die Zahlen sind eine Referenz mit Stand 2026 und ändern sich — hol dir vor dem Kauf ein genaues Angebot.