Kaufnebenkosten in der Schweiz
Ein Hauskauf in der Schweiz kommt mit etwa 1–5 % des Kaufpreises an Steuern und Gebühren obendrauf — vor allem Grunderwerbsteuer bzw. Stamp Duty, Notar- oder Anwaltskosten und Grundbuchgebühren. Bei einer CHF 300.000-Immobilie sind das etwa CHF 3.000 bis CHF 15.000. Die Kosten variieren nach Region und Immobilienart; Maklergebühren sind meist separat. Stand 2026.
Beim Kauf eines Eigenheims in der Schweiz fallen eine Handänderungssteuer, ein Notarhonorar und eine Grundbuchgebühr an. Das Besondere ist, dass diese Kosten auf kantonaler Ebene festgelegt werden und deshalb landesweit stark variieren. Einige Kantone erheben eine Handänderungssteuer von wenigen Prozent, während andere sie ganz abgeschafft haben. Dadurch reichen die gesamten Kaufnebenkosten von rund 1% des Preises in günstigen Kantonen bis zu mehreren Prozent anderswo, je nachdem, wo du kaufst.
Sechsundzwanzig Regelungen, nicht eine
Die Handänderungssteuer ist kantonal, und die Spannweite zwischen den Kantonen ist bei diesem Posten die größte Europas: Manche erheben fast nichts, andere mehrere Prozent des Preises. Dazu kommen das Notariatshonorar und die Grundbuchgebühren, ebenfalls kantonal festgelegt. Eine gesamtschweizerische Bandbreite ergibt daher nur als Größenordnung Sinn.
Auch wer was zahlt, unterscheidet sich: In manchen Kantonen ist es üblich, die Kosten zwischen Käufer und Verkäufer zu teilen, in anderen trägt sie der Käufer allein. Das ist nicht Gesetz, sondern lokaler Brauch, und ein Vertrag kann davon abweichen — man muss den Brauch nur kennen, bevor man verhandelt.
Eigenmittel: die härtere Bedingung als die Nebenkosten
In der Schweiz ist die Hauptschwelle nicht der Beurkundungsaufwand, sondern das geforderte Eigenkapital: ein Mindestanteil des Preises, wovon ein Teil nicht aus der zweiten Säule stammen darf. Dazu kommt die Tragbarkeitsregel, nach der die kalkulatorischen Wohnkosten unter einem Anteil des Einkommens bleiben müssen — gerechnet mit einem Zinssatz weit über dem Marktzins.
Es ist diese kalkulatorische Rechnung, nicht der tatsächlich erhältliche Zins, an der die meisten Dossiers scheitern. Ein Käufer kann also eine Miete zahlen, die über der ihm verweigerten Hypothekarrate liegt — ein häufiger Fall, und die Erklärung für die niedrigste Eigentumsquote Westeuropas.
Häufige Fragen
- Warum unterscheiden sich die Kaufnebenkosten so stark zwischen den Schweizer Kantonen?
- Weil die Handänderungssteuer, der Notartarif und die Grundbuchgebühr von jedem Kanton und nicht national festgelegt werden. Ein Kanton mit hoher Handänderungssteuer sowie vollen Notar- und Grundbuchgebühren führt zu einem deutlich höheren Total als einer, der die Handänderungssteuer abgeschafft hat. Deshalb reicht der Gesamtwert schweizweit von rund 1% bis zu mehreren Prozent.
- Erheben alle Schweizer Kantone eine Handänderungssteuer?
- Nein. Mehrere Kantone haben die Handänderungssteuer ganz abgeschafft, sodass Käufer dort nur die Notar- und Grundbuchgebühren zahlen. In Kantonen, die sie noch erheben, ist die Steuer meist ein Prozentsatz des Kaufpreises und oft der grösste Einzelposten. Deshalb sind die Gesamtkosten dort deutlich niedriger, wo keine Handänderungssteuer anfällt.
Wichtig
Dies ist ein allgemeiner Überblick, keine Rechts- oder Finanzberatung. Die Kaufnebenkosten in der Schweiz variieren stark nach Region, Immobilienart (neu oder bestehend), Preis und ob es die erste Immobilie ist; Maklergebühren sind meist separat. Die Zahlen sind eine Referenz mit Stand 2026 und ändern sich — hol dir vor dem Kauf ein genaues Angebot.