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Strompreis heute und morgen an der Strombörse

Börsenstrompreise für heute und morgen im Viertelstundentakt für 16 europäische Zonen: günstigste Stunden, Tagesdurchschnitt und negative Preise.

Waschmaschine gleich einschalten oder lieber bis zum frühen Nachmittag warten? Mit einem dynamischen Stromtarif steht die Antwort im Day-Ahead-Preis: Jede Viertelstunde bekommt ihren Preis am Vortag, in einer europäischen Auktion, die um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit schließt. Diese Seite zeigt dir die Preise für die Zone deiner Wahl, jeweils in deren Ortszeit, wahlweise in €/MWh oder ct/kWh, zusammen mit ihrer Quelle: SMARD, der Plattform der Bundesnetzagentur, oder OMIE für Spanien und Portugal. Es sind Großhandelspreise vor Steuern, Netzentgelten und der Marge des Anbieters, also nicht der Preis pro kWh auf deiner Stromrechnung, aber das Signal dafür, wann Strom am Markt am wenigsten kostet.

So funktioniert's

  1. Wähle unter „Preiszone“ deine Zone: Die acht „Hauptmärkte“ stehen oben, die übrigen acht folgen unter „Weitere Zonen“. Das Tool startet mit Deutschland / Luxemburg oder mit der Zone, die du in diesem Browser zuletzt gewählt hast.
  2. Bleib unter „Tag“ bei „Heute“ oder wechsle zu „Morgen“: Diese Schaltfläche bleibt ausgegraut, bis die Preise für morgen online sind, und die Zeile unter den Schaltflächen sagt dir, wie weit es ist. Ein Wechsel der Zone führt zurück zu „Heute“.
  3. Stell „Einheit“ auf €/MWh, die Einheit des Markts, oder auf ct/kWh, wenn du lieber pro Kilowattstunde rechnest, und „Raster“ auf 15 Min. für jede Viertelstunde oder auf 1 Std. für Stundenmittel.
  4. Lies die „Kennzahlen des Tages“: „Jetzt“ zeigt den Preis des laufenden Zeitfensters, „Durchschnitt“, „Tiefstwert“ und „Höchstwert“ fassen den Tag zusammen, „Günstigste Stunde“ und „Günstigste 3 Std.“ nennen die billigsten Zeiträume samt Uhrzeit; für heute beginnen diese beim laufenden Zeitfenster.
  5. Sieh dir die Grafik „Preis pro Viertelstunde“ an: Das laufende Zeitfenster ist orange hervorgehoben, ein negativer Preis reicht grün unter die Nulllinie, und der Satz unter der Grafik wiederholt Durchschnitt, Tiefst- und Höchstwert mit Uhrzeit.
  6. Erscheint statt der Werte eine Fehlermeldung, klick auf „Erneut versuchen“; sonst versucht es das Tool alle zwei Minuten von selbst, solange der Tab im Vordergrund bleibt.

Woher die Preise kommen und was das Tool damit rechnet

Im europäischen Day-Ahead-Marktverbund SDAC schließt die Auktion um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Tag vor der Lieferung. Sie legt für jede Preiszone einen Preis pro Viertelstunde fest, und die Ergebnisse werden ab 12:55 Uhr veröffentlicht. Das Tool übernimmt diese Preise für sechzehn Zonen: vierzehn von SMARD, darunter Frankreich, Deutschland-Luxemburg, Belgien, die Niederlande, Österreich und Norditalien, und zwei von OMIE, dem iberischen Marktbetreiber, für Spanien und Portugal. Die Uhrzeiten sind die der Zone: Portugal liegt eine Stunde hinter Spanien, und die Statuszeile nennt den Abstand zu UTC, etwa UTC+2.

Dein Browser kontaktiert weder SMARD noch OMIE: Er fragt bei OneKitly die Preise von heute und morgen für die gewählte Zone ab. Vor 12:55 Uhr am Vortag antwortet unser Server, dass sie noch nicht veröffentlicht sind, ohne irgendwo nachzufragen. Danach liest er die Wochendatei von SMARD oder die Tagesdatei von OMIE, behält das Gelesene bei SMARD eine halbe Stunde und bei OMIE sechs Stunden und liest SMARD sofort neu, höchstens einmal pro Minute, wenn in seiner Kopie eine bereits veröffentlichte Viertelstunde fehlt. Ein fehlender Preis bleibt eine Lücke im Raster: Nichts wird geschätzt, und eine ausgefallene Quelle ergibt eine Fehlermeldung, nie Ersatzwerte.

Die Kennzahlen entstehen in deinem Browser. Der Durchschnitt umfasst die veröffentlichten Zeitfenster, Tiefst- und Höchstwert zeigen jeweils das erste Zeitfenster, das den Extremwert erreicht. „Günstigste Stunde“ und „Günstigste 3 Std.“ suchen vier oder zwölf aufeinanderfolgende, vollständig veröffentlichte Viertelstunden mit dem niedrigsten Durchschnittspreis und können deshalb mitten in der Stunde beginnen, etwa um 12:15 Uhr. Im Raster 1 Std. mittelt das Tool zuerst jede Stunde und rechnet nur mit vollen Stunden. Ein offener Tab im Vordergrund fragt die Preise für morgen um 12:55 Uhr erneut ab, danach alle drei Minuten, bis sie da sind, und springt um Mitternacht zum nächsten Tag; „Jetzt“ folgt der Uhr ohne neue Anfrage.

Wann dir der Börsenpreis hilft

  • Waschmaschine, Spülmaschine oder Trockner mit einem dynamischen Tarif planen: „Günstigste 3 Std.“ nennt das Zeitfenster, in dem ein Programm von zwei bis drei Stunden am wenigsten kostet, und mit „Morgen“ stellst du die Startzeitvorwahl schon am Vorabend ein.
  • Ein Elektroauto zu Hause laden: Nacht und Mittag in der Grafik auf einen Blick vergleichen und das Zeitfenster „Günstigste 3 Std.“ anpeilen; was die Ladung selbst kostet, rechnet dann der Ladekostenrechner aus.
  • Einen börsenindexierten Tarif im Blick behalten: jeden Abend in der Ansicht „Morgen“ den „Durchschnitt“ und den „Höchstwert“ des nächsten Tages prüfen und entscheiden, ob sich große Verbraucher verschieben lassen.
  • Die negativen Strompreise, von denen alle reden, selbst sehen: Die Grafik zeichnet sie grün unter der Nulllinie, und der Satz darunter zählt die betroffenen Zeitfenster.
  • Den Referenzwert des Tages für die Arbeit festhalten, etwa für den Energieeinkauf oder einen Bericht: Durchschnitt in €/MWh, Liefertag und Abrufzeit der Quelle stehen auf derselben Seite.
  • Nachbarmärkte vergleichen, indem du die Zone wechselst, etwa Frankreich und Belgien oder Spanien und Portugal: Kostet dieselbe Viertelstunde auf beiden Seiten gleich viel?

Rechenbeispiele aus echten Handelstagen

Alle folgenden Werte stammen aus den Funktionen des Tools, angewandt auf für seine Tests gespeicherte Antworten von SMARD und OMIE, und stehen so da, wie der Bildschirm sie auf Deutsch zeigt. Die günstigsten Zeitfenster beziehen sich auf den ganzen Tag wie in der Ansicht „Morgen“; unter „Heute“ beginnen sie beim laufenden Zeitfenster.

  • Frankreich, Dienstag, 15. September 2026, Raster 15 Min.: „Durchschnitt“ 170,63 €/MWh, also 17,063 ct/kWh; „Tiefstwert“ 35,67 €/MWh (13:45–14:00 Uhr); „Höchstwert“ 287,04 €/MWh (18:45–19:00 Uhr); „Günstigste Stunde“ 38,39 €/MWh (13:00–14:00 Uhr); „Günstigste 3 Std.“ 47,44 €/MWh, also 4,744 ct/kWh (12:15–15:15 Uhr). Im Raster 1 Std. liegt der Höchstwert bei 258,26 €/MWh (19:00–20:00 Uhr), und die günstigsten 3 Stunden rücken auf 13:00–16:00 Uhr, mit 47,81 €/MWh.
  • Spanien, Montag, 14. September 2026, Raster 15 Min.: „Durchschnitt“ 177,44 €/MWh, also 17,744 ct/kWh; „Tiefstwert“ 40,53 €/MWh (12:30–12:45 Uhr); „Höchstwert“ 300,00 €/MWh (19:45–20:00 Uhr), die erste von fünf Viertelstunden zu diesem Preis vor 21:15 Uhr; „Günstigste Stunde“ 43,43 €/MWh (12:00–13:00 Uhr); „Günstigste 3 Std.“ 46,28 €/MWh, also 4,628 ct/kWh (11:30–14:30 Uhr).
  • Negative Preise, Sonntag, 13. September 2026: In Spanien lagen 21 Viertelstunden am Stück unter null, von 11:00 bis 16:15 Uhr, mit einem „Tiefstwert“ von -0,50 €/MWh, also -0,050 ct/kWh (12:15–12:30 Uhr), und der Satz unter der Grafik zählt 21 Zeitfenster mit negativem Preis. Portugal kam nur auf 15: Von 12:45 bis 13:00 Uhr Madrider Zeit, in Lissabon 11:45–12:00 Uhr, stand Spanien bei -0,16 €/MWh und Portugal bei 0,00 €/MWh.
  • Zeitumstellung: Sonntag, der 29. März 2026, hat in Frankreich wie in Spanien 92 Zeitfenster, die Grafik im Raster 1 Std. nur 23 Balken. An diesem Tag hatte Spanien 42 negative Viertelstunden am Stück, bis -10,00 €/MWh (15:30–15:45 Uhr), bei einem „Durchschnitt“ von 0,18 €/MWh. Am Sonntag, 26. Oktober 2025, zählten Deutschland-Luxemburg und Spanien 100 Zeitfenster, also 25 Stunden.

Was diese Preise nicht verraten

  • Das ist ein Großhandelspreis: Steuern, Netzentgelte und die Marge des Anbieters kommen hinzu, der Preis pro kWh auf deiner Rechnung ist also eine andere Zahl, auch bei einem dynamischen Tarif, der diesem Markt folgt. Tarife von Stromanbietern zeigt das Tool nicht.
  • Die Preise für morgen treffen bei den Quellen erst nach der Auktion ein: Am 14. und 15. September 2026 wurden die Dateien von SMARD je nach Zone etwa zwischen 13:30 und 15:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit aktualisiert. Bis dahin bleibt „Morgen“ ausgegraut, auch wenn die Auktion längst gelaufen ist.
  • In Portugal entspricht die letzte Stunde des Tages, 23 bis 24 Uhr, der Zeit von 0 bis 1 Uhr in Spanien: Sie stammt aus der Auktion des Folgetags, und bis zu deren Veröffentlichung zeigt das Tool 92 von 96 Zeitfenstern.
  • Nur sechzehn Zonen. Italien ist mit der Zone Nord vertreten: Der GME, der den landesweiten PUN-Index veröffentlicht, untersagt die gewerbliche Nutzung seiner Preise ohne seine schriftliche Zustimmung. Die Schweiz, die nicht an den europäischen Marktverbund gekoppelt ist, fehlt ebenso wie Großbritannien oder Finnland.
  • Eine Korrektur, die eine Quelle nachträglich veröffentlicht, erscheint nicht sofort: Unser Server liest die Datei von SMARD erst nach einer halben Stunde und die von OMIE erst nach sechs Stunden neu, und ein offener Tab fragt einen vollständigen Tag vor Mitternacht nicht erneut ab.
  • Nichts über morgen hinaus und nichts vor heute: Das Tool erstellt keine Prognosen und führt keinen Verlauf, die Preise von gestern oder einem früheren Datum lassen sich also nicht abrufen.

Datenschutz

Lokal und auf dem Server

Für die Preise spricht dein Browser nur mit OneKitly und übermittelt dabei allein die gewählte Zone und den Tag. Unser Server liest die öffentlichen Preise bei der Bundesnetzagentur (SMARD) oder bei OMIE: Diese Dienste sehen unseren Server, nie deine IP-Adresse. Der Server speichert nichts über deinen Besuch; zwischengespeichert werden nur die Preisdateien, die für alle gleich sind. Die Kennzahlen berechnet dein Browser, und die zuletzt gewählte Zone bleibt nur in diesem Browser, im Eintrag allin_tools des lokalen Speichers. Die Nutzungsmessung der Website erfasst den Seitenpfad, die Sprache, die Bildschirmklasse und eine zufällige Kennung pro Tab, dazu, ob eine Zone oder ein Tag gewechselt wurde, ob ein Preis erschienen ist und ob ein Abruf fehlgeschlagen ist, aber nie eine Zone oder einen Preis. Erst ein Klick auf den Link zur Quelle führt dich zu SMARD oder OMIE.

Häufige Fragen

Warum ist das nicht der Preis auf meiner Stromrechnung?

Weil es der Großhandelspreis ist, der am Vortag am Markt entsteht, ohne Steuern, Netzentgelte und Marge des Anbieters. Dynamische Stromtarife folgen diesen Preisen, schlagen aber all diese Bestandteile auf, und Tarife von Stromanbietern zeigt das Tool nicht. Um eine Rechnung zu schätzen, nimm den Arbeitspreis pro kWh aus deinem Vertrag.

Ab wann gibt es die Strompreise für morgen?

Die Auktion schließt um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit, die Ergebnisse werden ab 12:55 Uhr veröffentlicht. SMARD und OMIE stellen sie später online: Am 14. und 15. September 2026 wurden die Dateien von SMARD je nach Zone etwa zwischen 13:30 und 15:10 Uhr aktualisiert. Bis dahin meldet die Zeile unter den Schaltflächen, dass die Auktion gelaufen, die Quelle aber noch nicht so weit ist, und ein Tab im Vordergrund prüft alle drei Minuten erneut, bis sich „Morgen“ anklicken lässt.

Was bedeutet ein negativer Strompreis?

Dass die Erzeugung in diesem Moment die Nachfrage übersteigt, oft dank Sonne oder Wind, sodass der Verkäufer für die Lieferung bezahlt. Am Sonntag, 13. September 2026, hatte Spanien 21 Viertelstunden unter null, bis -0,50 €/MWh, und das Tool zeichnet sie grün unter der Nulllinie. Mit einem dynamischen Tarif werden diese Zeitfenster die günstigsten des Tages, doch Steuern und Netzentgelte fallen auch bei negativem Großhandelspreis an.

Warum 96 Preise am Tag und nicht 24?

Seit dem Liefertag 1. Oktober 2025 legt der europäische Day-Ahead-Markt einen Preis pro Viertelstunde fest: 96 am Tag, 92 am Tag der Umstellung auf Sommerzeit und 100 bei der Rückkehr zur Winterzeit. In Frankreich kostete die letzte Stunde des 30. September 2025 in allen vier Viertelstunden 75,73 €/MWh, am 1. Oktober dagegen die erste Viertelstunde 102,08 €/MWh und die letzte dieser Stunde 61,25. Das Raster 1 Std. mittelt jede Stunde.

Warum zeigt Portugal 92 von 96 Zeitfenstern?

Weil der portugiesische Tag nicht mit dem Markttag übereinstimmt, der nach mitteleuropäischer Zeit läuft: Von 23 bis 24 Uhr in Lissabon ist in Madrid schon der nächste Tag. Diese vier Viertelstunden stammen daher aus der folgenden Auktion, veröffentlicht um 12:55 Uhr mitteleuropäischer Zeit, im Sommer 11:55 Uhr in Lissabon. Am Morgen des 13. September 2026, eines Sonntags, umfasste der „Durchschnitt“ 92 Preise, 117,94 €/MWh, später alle 96, 122,04 €/MWh.

Warum gibt es für Italien nur die Zone Nord und keinen PUN?

Weil der GME, der den PUN als landesweiten italienischen Index veröffentlicht, die gewerbliche Nutzung seiner Preise ohne seine schriftliche Zustimmung untersagt. Das Tool zeigt deshalb die Zone Nord, die einzige, die SMARD unter freier Lizenz veröffentlicht, und der Hinweis unter „Gut zu wissen“ sagt das auch. Ein Zonenpreis ist nicht der PUN: Ist dein Vertrag an den PUN gekoppelt, ersetzt diese Zahl ihn nicht. Auch die Schweiz fehlt, aus einem anderen Grund: Sie ist nicht an den europäischen Marktverbund gekoppelt.

Wie rechne ich €/MWh in ct/kWh um?

Teile durch zehn: 1 €/MWh entspricht 0,1 ct/kWh, denn eine Megawattstunde hat 1.000 Kilowattstunden und ein Euro 100 Cent. Der französische Durchschnitt vom 15. September 2026, 170,63 €/MWh, erscheint also als 17,063 ct/kWh, sobald du unter „Einheit“ ct/kWh wählst. In ct/kWh zeigt das Tool drei Nachkommastellen, in €/MWh zwei, damit keine Stelle der Quelle verloren geht, und es schreibt nie -0,00.

Ändert sich der Preis im Lauf des Tages?

Nicht mehr nach der Veröffentlichung: Jede Viertelstunde behält den Preis, den die Auktion am Vortag festgelegt hat, und das Tool verfolgt keinen Intraday-Handel. Was sich bewegt, ist deine Position im Tag: „Jetzt“ springt mit der Uhr zum nächsten Zeitfenster, ohne neue Anfrage, und „Günstigste Stunde“ und „Günstigste 3 Std.“ berücksichtigen nur noch die verbleibenden Zeitfenster. Ist das günstigste Zeitfenster schon vorbei, zeigt das Tool das beste der übrigen.

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