Leasing, Ratenkauf oder Barzahlung: die Fünfjahressumme, nicht die Rate
Veröffentlicht am 3.8.2026 · 14 Min. Lesezeit · Auto-Rechner
Marco Bianchi — Redakteur Haus, Heimwerken & Auto bei OneKitly
Renovierung · Materialien
Anhand von 4 Quellen geprüft
Bei einem Auto für 30 000 €, fünf Jahre gefahren und am Ende 12 000 € wert, finanziert zum durchschnittlichen Konsumkreditzins des Euroraums von 7,50 % (Europäische Zentralbank, Neugeschäft, Juni 2026), kosten die fünf Jahre rund 20 148 € bar, rund 24 068 € auf Kredit und rund 26 141 € im Leasing mit Rückgabe. Die Monatsraten ordnen die drei genau umgekehrt: nichts, 601 € und 436 €. Der Grund ist eine Identität, kein Urteil: bei gleichem Zins und gleicher Laufzeit berechnet Leasing die Zinsen auf den Restwert, den ein Kredit getilgt hätte — 17,27 % des Restwerts bei 7,50 % über sechzig Monate, hier 2 073 €. Deshalb kostet leasen und danach die Kaufoption ziehen 38 141 € gegen 36 068 € für dasselbe auf Kredit gekaufte Auto, bei identischem Endzustand. Drei Dinge kippen das Urteil, und alle drei stehen im Angebot. Eine Herstellerbank, die das Leasing unter den Kreditzins setzt: bei 5,63 % liegen beide gleichauf, und ein Aktionszins von 3 % macht es 2 862 € günstiger als Kredit zu 7,50 %. Ein garantierter Restwert über dem, was das Auto wirklich bringt — damit trägt der Leasinggeber das Wertverlustrisiko. Und die betriebliche Nutzung, wo Vorsteuerabzug und Dienstwagenbesteuerung eine ganz andere Rechnung sind. Was nichts kippt, ist die Monatsrate — die Zahl, mit der jede Werbung anfängt.

Drei Wege, dasselbe Auto vor die Tür zu stellen, über fünf Jahre zum selben Zinssatz gerechnet. Die Monatsraten ordnen die Optionen genau umgekehrt zu ihren Kosten — und der Abstand entpuppt sich als eine einzige, berechenbare Zahl.
Der Vergleich, den alle anstellen: Rate gegen Rate
Frag drei Leute, wie sie sich zwischen Leasing und Kauf entschieden haben: alle drei nennen eine Monatszahl. Der Instinkt ist nicht dumm — die Rate ist die Grenze, die ein Haushaltsbudget tatsächlich bindet. Sie ist nur kein Preis. Eine Monatsrate ist ein Preis geteilt durch eine ungenannte Zahl von Monaten, abzüglich eines ungenannten Werts, der am Ende zurückgeht; zwei davon zu vergleichen, ohne beide ungenannten Größen zu kennen, vergleicht überhaupt nichts. Die Werbung weiß das. Deshalb steht die Rate im größten Schriftgrad und Laufzeit, Kilometergrenze und Optionspreis im kleinsten.
Der Vergleich, der die Frage entscheidet, hat drei Glieder, und eines erledigt fast die ganze Arbeit. Über jeden Zeitraum sind die Kosten eines Autos: Wertverlust, plus Kosten des Geldes, plus laufende Kosten. Die laufenden Kosten sind bei gleichem Auto und gleicher Fahrleistung auf allen drei Wegen nahezu identisch; sie heben sich auf und dürfen aus einem Vergleich gleicher Art herausfallen. Die Kosten des Geldes unterscheiden sich — das misst der Zinssatz. Aber der Wertverlust — was das Auto zwischen Übernahme und Abgabe verliert — ist fast immer die größte Einzelposition, und jeder der drei Wege ist nur eine andere Art, denselben Wertverlust zu bezahlen. Ist das einmal gesehen, schrumpft der ganze Vergleich auf zwei Fragen: wer trägt den Wertverlust, und welcher Zins wird auf den aufgeschobenen Teil berechnet.
Dasselbe Auto, drei Wege, fünf Jahre, ein Zinssatz
Hier die Annahmen, laut ausgesprochen, weil die Antwort mit ihnen wandert. Ein Auto für 30 000 € fahrbereit, fünf Jahre gehalten, am Ende 12 000 € wert — ein Verlust von 60 %, weder Prognose noch Versprechen, sondern eine runde Zahl, die du durch den garantierten Restwert auf deinem eigenen Leasingangebot ersetzen sollst. Der Finanzierungszins beträgt 7,50 %, das war der tatsächliche Satz der Euroraum-Banken auf neue Konsumkredite an private Haushalte im Juni 2026 laut der am 31. Juli 2026 veröffentlichten Zinsstatistik der Europäischen Zentralbank. Das Geld des Barzahlers verzinst sich annahmegemäß mit dem Euroraum-Durchschnitt für Haushaltseinlagen mit Laufzeit bis zu einem Jahr, 2,03 % in derselben Veröffentlichung, besteuert mit dem 2026 geltenden französischen Pauschalsatz von 31,4 %, also 1,393 % netto.
Die Rechnung schreibt sich dann von selbst. Ratenkauf über sechzig Monate zu 7,50 % kostet 601,14 € im Monat, 36 068 € insgesamt, davon 6 068 € Zinsen; verkauf das Auto für 12 000 €, und die fünf Jahre kosten 24 068 €. Ein Leasing über dieselben sechzig Monate zum selben Zins, getilgt bis auf einen Restwert von 12 000 €, kostet 435,68 € im Monat und 26 141 € insgesamt — und dir gehört nichts. Barzahlung kostet die 18 000 €, die das Auto tatsächlich verloren hat, plus 2 148 € Zinsen, die das Geld auf dem Konto gebracht hätte, also 20 148 €. Nach Monatsrate: Leasing, dann Kredit, dann bar. Nach Kosten der fünf Jahre: bar, dann Kredit, dann Leasing. Die beiden Ranglisten sind exakt umgekehrt, und daran ist nichts zufällig.
Warum die Leasingrate niedriger ist — in einer Zeile
Eine Kreditrate tilgt den ganzen Preis auf null. Eine Leasingrate tilgt den Preis nur bis zum Restwert und hört dort auf: der Restwert wird während der Laufzeit nie zurückgezahlt, du zahlst also jeden Monat Zinsen darauf, ohne ihn je zu verringern. Das ist der ganze Mechanismus. Es heißt auch, dass die Größe des Abstands keine Meinungsfrage ist: bei 7,50 % über sechzig Monate kostet es 17,27 % des Restwerts, ihn aufzuschieben statt zu tilgen. Auf 12 000 € sind das 2 073 €, auf 8 000 € 1 382 €, auf 16 000 € 2 764 €. Ändert sich der Zins, ändert sich der Faktor mit — 7,19 % bei 3 %, 11,77 % bei 5 %, 20,45 % bei 9 % —, die Form aber nicht.
Am klarsten wird es beim Vergleich identischer Endzustände. Least das Auto und zieht dann die Kaufoption: gezahlt sind 26 141 € Raten plus 12 000 € Option, also 38 141 €, und das Auto gehört dir. Kauft dasselbe Auto zum selben Zins auf Kredit: gezahlt sind 36 068 €, und das Auto gehört dir. Gleiches Auto, gleicher Tag, gleicher Zins des Finanzierers, 2 073 € Unterschied — auf den Euro genau die Zinsen auf den aufgeschobenen Restwert. Wer dir Leasing mit Option als Möglichkeit verkauft, vor dem Kauf zu testen, sollte sagen, was der Test kostet: das ist die Zahl.
Was Leasing wirklich verkauft — und wie das Recht es nennt
Die ehrliche Beschreibung von Leasing ist nicht „billiger Zugang zu einem Auto“. Es ist eine Versicherung gegen den Restwert, verkauft zusammen mit der Finanzierung. Der Leasinggeber nennt einen Wert, den das Auto in fünf Jahren haben soll, und wenn der Markt anders entscheidet, trägt er die Differenz — das ist eine echte Leistung mit einem echten Preis, und der Faktor von 17,27 % oben ist, was sie bei 7,50 % kostet. Gegen den Kunden wendet sich der Vertrag dort, wo er zusätzlich die Risiken verkauft, die er besser bepreisen kann als du: die Kilometergrenze, je überschrittenem Kilometer nach vertraglichem Tarif abgerechnet, und den Rückgabezustand, begutachtet vom Prüfer des Leasinggebers. Keine der beiden Zeilen taucht in einem Ratenvergleich auf, und genau dort hört ein scheinbar günstiges Leasing auf, günstig zu sein.
Der rechtliche Rahmen lohnt sich, weil er entscheidet, was der Verkäufer offenlegen muss. In Frankreich stellt Artikel L312-2 des Verbrauchergesetzbuchs, in Kraft seit dem 1. Juli 2016, klar, dass Mietkauf und Leasing mit Kaufoption Kreditgeschäften gleichgestellt sind — ein Leasing mit Option trägt damit die gesamte Verbraucherkreditmaschinerie, einschließlich eines effektiven Jahreszinses, den man mit einem Darlehen vergleichen kann. Eine Langzeitmiete ohne Option ist kein Kredit und weist keinen effektiven Jahreszins aus, weshalb ihre Gesamtkosten so viel schwerer zu prüfen sind. EU-weit wird das gerade einheitlicher: die Richtlinie (EU) 2023/2225, die zweite Verbraucherkreditrichtlinie, war bis zum 20. November 2025 umzusetzen und gilt ab dem 20. November 2026; sie nimmt nur solche Miet- und Leasingverträge aus, in denen weder eine Pflicht noch eine Option zum Kauf vorgesehen ist. Die Vorgängerrichtlinie nahm jedes Leasing ohne Kaufpflicht aus. Optionsleasing wandert damit in die Offenlegungspflicht, und praktisch heißt das: ab Ende 2026 solltest du einen vergleichbaren Zinssatz auf dem Angebot erwarten.
Wann Leasing wirklich gewinnt
Das obige Urteil gilt bei einem einzigen Zinssatz für alle drei Wege — und genau diese Annahme zu brechen ist der Daseinszweck einer Herstellerbank. Captive-Finanzierer subventionieren Leasing, weil es ihnen das Auto zu einem bekannten Termin zurückgarantiert und damit den Gebrauchtwagenkanal speist. Rechne den Break-even aus, und die Sache wird konkret: gegen Kredit zu 7,50 % liegt das Leasing im Beispiel bei 5,63 % gleichauf — es muss also rund 1,9 Punkte günstiger sein als das angebotene Darlehen, bevor es überhaupt gewinnt. Das ist kein seltenes Angebot: bei 3 % Aktionszins summiert sich dasselbe Leasing auf 21 206 € über fünf Jahre gegen 24 068 € für den Kreditweg — 2 862 € Vorteil. Die richtige Frage am Tresen lautet daher nie „Leasing oder Kauf“, sondern „welchen Zins bekomme ich auf welches“ — und die Antwort steht im Angebot.
Zwei weitere Lagen drehen es redlich um. Die erste ist ein garantierter Restwert über dem, was das Auto wirklich bringt — am häufigsten in Segmenten, in denen niemand weiß, wohin die Gebrauchtpreise laufen; Elektroautos mitten im Technologiewechsel sind der offensichtliche Fall. Garantiert der Leasinggeber 12 000 € und ist das Auto bei Rückgabe 9 000 € wert, hat er 3 000 € Verlust getragen, den ein Eigentümer persönlich geschluckt hätte — und dieser Übergang kann mehr wert sein als die 2 073 € Zinsen auf den Restwert. Die zweite ist die betriebliche Nutzung, wo die Rechnung ihre Form ändert, nicht ihre Größe: Vorsteuerabzug, Abzugsgrenzen und die Besteuerung des Dienstwagens als geldwerter Vorteil sorgen dafür, dass die Privatkundenrechnung schlicht nicht übertragbar ist. Wer ein Leasing für eine Firma vergleicht, muss die ganze Summe in den eigenen Steuerregeln neu rechnen.
Drei Zahlen, die du aus deinem eigenen Angebot holst
Für die eigene Rechnung brauchst du keine Tabelle, sondern drei Zahlen, die alle auf den Papieren stehen. Erstens den Restwert — den garantierten Rückkauf oder den Optionspreis am Ende. Multipliziere ihn mit dem Faktor für deinen Zins und deine Laufzeit, und du hast die Grundkosten der Leasingstruktur selbst, vor allem anderen: 17,27 % bei 7,50 % über sechzig Monate. Zweitens den Zins jedes Produkts, als effektiven Jahreszins ausgewiesen, damit beide vergleichbar sind — und wenn die gezeigte Langzeitmiete keinen nennt, ist das eine Auskunft und kein Versehen. Drittens die Kilometergrenze und den Preis je Mehrkilometer, denn ein Kontingent, das du im Jahr um ein paar tausend Kilometer überschreitest, ist ein Kostenpunkt, dem du längst zugestimmt hast, ohne ihn zu bemerken.
Eine letzte Korrektur an einem viel zu oft angestellten Vergleich. Barzahlung gewinnt nicht automatisch, weil sie keine Zinszeile hat. Sie hat eine, nur unsichtbar: das im Auto gebundene Geld verzinst sich nicht mehr, und beim Euroraum-Durchschnittszins auf Einlagen, netto nach der französischen Pauschalsteuer 2026, sind das 2 148 € in fünf Jahren auf 30 000 €. Hätte dein Geld mehr gebracht — etwa die Tilgung einer teureren Schuld —, verschlechtert sich der Barweg rasch, und es gibt einen Zins, ab dem Kaufen auf Kredit die Sofortzahlung schlägt. Unter dem angebotenen Kreditzins gewinnt bar, darüber der Kredit. Das ist der Vergleich, der sich lohnt, und er braucht den Zinssatz auf beiden Seiten, nicht die Rate auf einer.
| Kriterium | Barzahlung | Ratenkauf, 60 Monate | Leasing mit Rückgabe, 60 Monate |
|---|---|---|---|
| Monatsrate | keine | 601,14 € im Monat | 435,68 € im Monat |
| Gesamtzahlung über fünf Jahre | 30 000 € am ersten Tag | 36 068 €, davon 6 068 € Zinsen | 26 141 €, keine ausgewiesene Zinszeile |
| Was dir am Ende gehört | das Auto, angenommen 12 000 € wert | das Auto, angenommen 12 000 € wert | nichts |
| Kosten der fünf Jahre | 20 148 € — 18 000 € Wertverlust plus 2 148 € entgangene Zinsen | 24 068 € | 26 141 € |
| Wer trägt das Wertverlustrisiko | du, vollständig | du, vollständig | der Leasinggeber, bis zum garantierten Restwert — diesen Übergang kaufen die zusätzlichen 2 073 € |
| Was das Urteil kippt | eine Verwendung des Geldes, die mehr bringt als der Kreditzins | ein Leasing unter 5,63 % gegen diesen Kredit zu 7,50 % | ein Aktionszins: bei 3 % summiert das Leasing 21 206 € und gewinnt um 2 862 € |
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Auto-Leasing-Rechner
Eingaben
- Fahrzeugpreis
- 30.000,00 €
- Anzahlung
- 3.000,00 €
- Restwert (%)
- 50
- Laufzeit (Monate)
- 36
- Jahreszins (%)
- 4
Ergebnis
- Monatsrate
- 403,33 €
- Restwert
- 15.000,00 €
- Gesamtkosten
- 17.520,00 €
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Auf dieser Website
Häufige Fragen
- Wenn Leasing teurer ist, warum ist die Rate niedriger?
- Weil sie weniger tilgt. Eine Kreditrate bringt den Saldo in sechzig Monaten von 30 000 € auf null; eine Leasingrate bringt ihn von 30 000 € auf den Restwert und hört auf. Im Beispiel sind das 12 000 €, die nie getilgt werden: die Rate ist um 165,46 € niedriger — aber du zahlst über die ganze Laufzeit Zinsen auf diese 12 000 € und schuldest sie am Ende immer noch, entweder durch Rückgabe des Autos oder durch Zahlung der Option. Rechne aus: der Leasingweg zahlt 9 927 € weniger an Raten und schuldet dann 12 000 €, also 2 073 € mehr für dasselbe Auto.
- Ist es je ein guter Deal, die Kaufoption am Ende zu ziehen?
- Im Moment der Entscheidung beurteilt: manchmal ja. Ist das Auto am Markt mehr wert als der Optionspreis, lohnt sich das Ziehen und Behalten oder Weiterverkaufen unmittelbar. Als Plan bei Vertragsschluss beurteilt: nein — denselben Punkt hättest du für 2 073 € weniger erreicht, indem du zum selben Zins auf Kredit gekauft hättest. Beide Urteile widersprechen sich nicht. Die Option ist eine freie Wahl, die du am Ende hast, und freie Wahlmöglichkeiten sind etwas wert; du hast sie nur in den Raten bezahlt, und ihr Preis ist der Zins auf den Restwert.
- Ändert eine Langzeitmiete ohne Kaufoption die Antwort?
- Sie ändert, was du kaufst und was du prüfen kannst. Ohne Option gibt es keinen Kauf zum Vergleichen, also ist der redliche Vergleich der gegen die Gesamtkosten des Besitzes desselben Autos im selben Zeitraum — genau das hat dieser Artikel gerechnet. Meist sind auch Leistungen enthalten, die ein Eigentümer separat zahlt: Wartung, Reifen, teils Versicherung und Kfz-Steuer. Rechne sie heraus, bevor du vergleichst, oder addiere den Gegenwert auf die Eigentumswege. Die praktische Warnung betrifft die Offenlegung: eine Miete ohne Option ist nach der französischen Regel des Artikels L312-2 kein Kreditvertrag und fällt aus dem Anwendungsbereich der EU-Verbraucherkreditrichtlinie von 2023, also muss kein vergleichbarer Jahreszins ausgewiesen werden, und du musst ihn aus Raten und Fahrzeugpreis selbst rekonstruieren.
- Und wenn ich das Auto zehn Jahre statt fünf behalte?
- Dann gewinnt Eigentum deutlicher, und zwar klar. Der Wertverlust liegt vorn: die teuersten Jahre sind die ersten, und wer nach dem Kreditende weiterfährt, kauft die billigen Jahre ganz ohne Rate. Ein Leasing kann sie bauartbedingt nicht erreichen, weil der Vertrag endet und ein neuer auf der Wertkurve eines Neuwagens beginnt. Das ist der größte einzelne Grund, warum Eigentum wiederholtes Leasing über lange Sicht schlägt, und in jedem Vergleich, der nur eine Vertragslaufzeit betrachtet, ist er unsichtbar. Das Gegengewicht: ältere Autos kosten mehr Wartung und sind weniger wert, wenn etwas Großes ausfällt — der Umschlagpunkt liegt also nicht unendlich weit weg, ist bei zehn Jahren aber längst überschritten.
- Fällt die Kilometergrenze wirklich so ins Gewicht?
- Es ist die Zeile, die ein günstiges Angebot am ehesten in ein teures verwandelt, weil sie nachträglich auf einer Zahl abgerechnet wird, die du nicht mehr korrigieren kannst. Die Rechnung ist trivial und gehört vor die Unterschrift: multipliziere deine realistische Jahresfahrleistung minus das vertragliche Kontingent mit dem Mehrkilometerpreis und dann mit der Zahl der Jahre. Fünftausend Kilometer Überschreitung im Jahr zu zehn Cent je Kilometer sind fünfhundert Euro im Jahr — im Beispiel oben mehr als ein Viertel der gesamten Differenz von 2 073 € zwischen Leasing und Kauf. Nimm die Tachostände deiner letzten drei Jahre statt einer Schätzung: Menschen unterschätzen ihre Fahrleistung systematisch, und der Vertrag stammt von jemandem, der das weiß.
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Dies ist eine allgemeine Erklärung, wie eine Rechnung funktioniert, keine Finanz-, Steuer- oder Anlageberatung. Jeder Satz, jede Grenze und jede Schwelle steht hier mit dem Jahr, für das sie gilt, und mit dem Rechtstext, der sie festlegt — denn diese Zahlen werden überarbeitet, manche jährlich, manche mitten im Jahr. Die Rechenbeispiele beruhen auf genannten Annahmen, die weder zu deinem Angebot noch zu deinem Vertrag noch zu deiner Steuerlage passen werden, und vergangene Renditen versprechen nichts. Prüfe jede Zahl an der genannten Quelle und hole fachkundigen Rat ein, bevor du Geld bindest.
Quellen
- European Central Bank — Euro area bank interest rate statistics: June 2026 (published 31 July 2026) — 7.50 % on new loans to households for consumption; 2.09 % composite and 2.03 % up-to-one-year on new household deposits with agreed maturity
- Légifrance — Article L312-2 du code de la consommation (version in force since 1 July 2016) — lease-purchase and lease with a purchase option are treated as credit operations
- EUR-Lex — Directive (EU) 2023/2225 on credit agreements for consumers — transposition by 20 November 2025, application from 20 November 2026, and the narrowed exclusion for hiring and leasing agreements
- EUR-Lex — Summary: consumer credit agreements (Directive (EU) 2023/2225) — the application date and the repeal of Directive 2008/48/EC
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