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Überstunden berechnen: der Zuschlag erklärt

Veröffentlicht am 17.11.2025 · 3 Min. Lesezeit · Finanz-Rechner

Camille Laurent

Camille LaurentRedakteurin Finanzen bei OneKitly

Steuern · Privatfinanzen

Anhand von 2 Quellen geprüft

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Kurz gesagt

Überstundenvergütung ist dein normaler Stundenlohn mal einem Zuschlagsfaktor. In vielen Tarifverträgen liegt der Überstundenzuschlag bei 25 % bis 50 % über dem normalen Satz. Verdienst du 20 € pro Stunde und arbeitest 44 Stunden mit 25 % Zuschlag über 40 hinaus, ergeben die ersten 40 Stunden 800 € und die 4 Überstunden 4 × (20 € × 1,25) = 100 €, zusammen 900 €. Manche Verträge zahlen an Feiertagen den doppelten Satz.

Lerne, Überstunden zu berechnen: multipliziere deinen Stundenlohn mit 1,5, wende die Wochengrenze an und behandle den doppelten Satz richtig.

Was der Zuschlag wirklich bedeutet

Ein Zuschlag von 25 % bedeutet, dass jede Überstunde mit dem 1,25-fachen deines Normallohns bezahlt wird. Dein Grundlohn steigt dabei nicht — nur die Stunden über der Grenze werden aufgeschlagen. Bei 20 € pro Stunde bringt eine Überstunde mit 25 % Zuschlag 25 €. Die zusätzlichen 5 € sind die Prämie für die längere Woche.

Die Grenze ist der Angelpunkt. In Deutschland regeln meist Tarif- oder Arbeitsverträge Zuschläge oberhalb der vereinbarten Wochenstunden (oft 40), und jede Stunde darüber wird aufgeschlagen. Grenze und Zuschlag hängen vom Vertrag ab: prüfe stets die für deinen Vertrag geltende Regel, bevor du rechnest.

Ein durchgerechnetes Wochenbeispiel

Angenommen, dein Lohn ist 20 € pro Stunde und die Grenze liegt bei 40 Stunden. In einer 46-Stunden-Woche bringen die ersten 40 Stunden 40 × 20 € = 800 €. Die 6 Überstunden (mit 25 % Zuschlag) bringen 6 × (20 € × 1,25) = 6 × 25 € = 150 €. Dein Bruttolohn der Woche ist 800 € + 150 € = 950 €, davon 150 € Überstunden.

Die Reihenfolge zählt: wende den Zuschlag nie auf alle Stunden an, nur auf die über der Grenze. Ein häufiger Lohnfehler ist, die ganze Woche mit 1,25 zu multiplizieren, was den Lohn aufbläht. Der Zuschlag gilt nur für die Mehrstunden.

Doppelter Satz und höhere Zuschläge

Manche Jobs zahlen den doppelten Satz (2×) für Arbeit an Feiertagen, Sonntagen oder Stunden weit über der Normalwoche. Bei 20 € pro Stunde bringt eine Stunde zum Doppelsatz 40 €. Ob der Doppelsatz gilt, regelt dein Vertrag oder lokales Recht, nicht die gesetzliche Grunduntergrenze: lies deine Vereinbarung genau.

Auch Angestellte mit Festgehalt können Anspruch auf Überstunden haben, je nach Aufgaben und Gehaltshöhe. Geh nicht davon aus, dass ein Festgehalt das ausschließt — prüfe die Einstufung deiner Stelle, denn sie entscheidet, ob die Mehrstunden bezahlt werden müssen.

Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet

Überstunden-Rechner

Eingaben

Normalstunden
80
Stundensatz
22,00 €
Überstunden
10
Überstundenzuschlag
3

Ergebnis

Normallohn
1.760,00 €
Überstundenlohn
660,00 €
Gesamtlohn
2.420,00 €

Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.

Mit eigenen Zahlen nachrechnen

Häufige Fragen

Werden Überstunden pro Tag oder pro Woche berechnet?
US-Bundesregeln zählen pro Woche — Stunden über 40. In vielen europäischen Verträgen wird wöchentlich gezählt, es gibt aber Tagesgrenzen. Prüfe die für deinen Job geltende Regel, bevor du addierst.
Werden Überstunden höher besteuert?
Der Lohn selbst wird nicht mit einem Sondersatz besteuert, aber ein höherer Lohn kann einen Teil des Einkommens in eine höhere Stufe schieben oder den Abzug erhöhen. Dein Durchschnittssatz steigt leicht, nicht die Überstunden gezielt.
Wie finde ich meinen Stundenlohn aus dem Gehalt?
Teile deinen normalen Wochenlohn durch die üblichen Wochenstunden. 800 € pro Woche für 40 Stunden ergibt 800 € ÷ 40 = 20 € pro Stunde, die Basis für jeden Zuschlag.
Kann mein Arbeitgeber Freizeit statt Überstundenlohn geben?
Das hängt von Gesetz und Vertrag ab. Freizeitausgleich statt Bezahlung ist im öffentlichen Dienst oder per Vereinbarung üblich, in manchen privatwirtschaftlichen Regeln aber eingeschränkt. Prüfe, was dein Vertrag und lokales Recht erlauben.

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Quellen

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