Was ist der Hitzeindex? Warum es sich heißer anfühlt
Veröffentlicht am 25.2.2026 · 2 Min. Lesezeit · Immobilien-Rechner
Marco Bianchi — Redakteur Haus, Heimwerken & Auto bei OneKitly
Renovierung · Materialien
Anhand von 2 Quellen geprüft
Der Hitzeindex ist eine gefühlte Temperatur, die Lufttemperatur und relative Luftfeuchte verbindet. Bei hoher Feuchte verdunstet Schweiß langsam und der Körper kühlt weniger, sodass die Luft heißer wirkt als das Thermometer zeigt. Zum Beispiel fühlen sich 32 °C bei 70 % Luftfeuchte wie etwa 41 °C an.

Der Hitzeindex fasst Lufttemperatur und Luftfeuchte zu einer gefühlten Temperatur zusammen und erklärt, warum ein feuchter 32-°C-Tag gefährlich sein kann.
Warum Luftfeuchte das Hitzegefühl ändert
Der Körper gibt Wärme vor allem durch Schwitzen ab: beim Verdunsten trägt der Schweiß Wärme von der Haut. Diese Verdunstung hängt davon ab, wie viel Feuchte die umgebende Luft noch aufnehmen kann. Bei hoher relativer Luftfeuchte ist die Luft nahezu gesättigt, Schweiß bleibt liegen und die Kühlung stockt.
Der Hitzeindex fasst das in eine Zahl. Er ist für Schatten und leichten Wind kalibriert, sodass pralle Sonne bis zu 8 °C zum Wert addieren kann. Deshalb kann sich derselbe Messwert je nach Himmel sehr unterschiedlich anfühlen.
Die Zahlen lesen
Als grober Anhalt bedeutet ein Index von 32 bis 39 °C Vorsicht — bei langer Belastung sind Krämpfe und Erschöpfung möglich. Von 39 bis 51 °C ist es gefährlich, darüber wird ein Hitzschlag wahrscheinlich. Die Stufen zählen mehr als der genaue Wert.
Der Index steigt stark mit der Feuchte. Bei 32 °C hebt der Sprung von 40 % auf 70 % relative Feuchte den gefühlten Wert von rund 33 °C auf über 40 °C. Deshalb ist ein schwüler Nachmittag weit belastender als ein trockener bei gleichem Messwert.
So bleibst du sicher
Behandle den Index als Planungswerkzeug, nicht als Formsache. An Tagen mit hohem Index verlegst du schwere Außenarbeit in den frühen Morgen, trink, bevor du Durst hast, und mach Pausen im Schatten oder in klimatisierten Räumen. Ältere, kleine Kinder und Menschen unter bestimmten Medikamenten sind gefährdeter.
Gib Temperatur und relative Luftfeuchte in den Rechner ein, um die gefühlte Temperatur und ihre Risikostufe zu erhalten. Ein Check vor Training, Wanderung oder Arbeitstag macht aus einem vagen „es ist heiß“ eine handhabbare Zahl.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Hitzeindex-Rechner
Eingaben
- Temperatur (°C)
- 29
- Relative Luftfeuchte (%)
- 35
Ergebnis
- Gefühlt (°C)
- 28,2
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Ist der Hitzeindex dasselbe wie die Temperatur?
- Nein. Das Thermometer zeigt die echte Lufttemperatur; der Hitzeindex fügt die Wirkung der Feuchte hinzu, um das Gefühl zu schätzen.
- Ab welchem Index wird es gefährlich?
- Vorsicht beginnt bei rund 32 °C, Gefahr bei rund 39 °C und extreme Gefahr über etwa 51 °C, wo ein Hitzschlag bei anhaltender Belastung wahrscheinlich wird.
- Erhöht pralle Sonne den Hitzeindex?
- Praktisch ja. Der veröffentlichte Index setzt Schatten voraus; pralle Sonne kann bis zu etwa 8 °C zum tatsächlichen Gefühl addieren.
- Warum fühlt sich dieselbe Temperatur an manchen Tagen schlimmer an?
- Meist die Luftfeuchte. Bei feuchter Luft verdunstet Schweiß schlecht, der Körper kühlt weniger und dieselbe Temperatur wirkt viel drückender.
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Quellen
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