Wie du einen Wilks-Score berechnest, um Powerlifting-Totale zu vergleichen
Veröffentlicht am 25.5.2026 · 4 Min. Lesezeit · Sport-Rechner
Aisha Karim — Redakteurin Fitness & Laufen bei OneKitly
Laufen · Training
Anhand von 2 Quellen geprüft
Um einen Wilks-Score zu berechnen, multipliziere dein gehobenes Total mit einem Wilks-Koeffizienten, der auf deinem Körpergewicht und Geschlecht basiert. Der Koeffizient stammt aus einer Formel, C = 500 ÷ (a + bx + cx² + dx³ + ex⁴ + fx⁵), wobei x das Körpergewicht in Kilogramm ist und a–f geschlechtsspezifische Konstanten sind. Dein Score ist Total × Koeffizient. Beispiel: Ein 91-kg-Mann mit einem Total von 590 kg hat einen Koeffizienten nahe 0,596, was einen Wilks von etwa 775 ergibt. Ein leichterer Athlet erhält einen größeren Koeffizienten, der sein kleineres absolutes Total ausgleicht, sodass beide fair verglichen werden können.

Nutze den Wilks-Koeffizienten, um Powerlifting-Totale über Körpergewichte fair zu vergleichen und leichte wie schwere Athleten zu reihen.
Warum rohe Totale ein Handicap brauchen
Ein schwererer Athlet bewegt fast immer mehr absolutes Gewicht als ein leichterer, einfach weil ein größerer Körper mehr Muskeln trägt. Würde man einen Wettkampf nach rohem Total reihen, gewännen die Schwersten standardmäßig und ein hervorragender Leichtathlet käme nie aufs Podium. Der Wilks-Koeffizient behebt das, indem er jedes Total gegen das für dieses Körpergewicht Typische skaliert.
Das Ergebnis ist ein Kraft-pro-Körpergewicht-Score, der es einer 60-kg-Frau und einem 120-kg-Mann erlaubt, eine Rangliste zu teilen. Deshalb vergeben Wettkämpfe einen Best-Lifter-Titel über alle Klassen hinweg per Wilks oder einem ähnlichen Koeffizienten, statt einfach den zu krönen, der am meisten Eisen gehoben hat.
Die Formel und ein Rechenbeispiel
Der Wilks-Koeffizient ist C = 500 ÷ (a + bx + cx² + dx³ + ex⁴ + fx⁵), wobei x das Körpergewicht in Kilogramm ist. Männer und Frauen nutzen unterschiedliche Konstanten a bis f, weshalb beide Geschlechter getrennt gewertet werden. Dein Wilks-Score ist einfach dein Wettkampf-Total mal diesem Koeffizienten — Powerlifting-Totale summieren deine besten Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben.
Nimm einen Mann von 91 kg mit einem Total von 590 kg. Setzt man 91 in die Männerformel ein, ergibt sich ein Koeffizient von etwa 0,596, sein Wilks ist also 590 × 0,596 ≈ 775. Eine Frau mit 60 kg und einem Total von 400 kg hat einen Koeffizienten nahe 0,98, was rund 392 ergibt. Der Rechner hält alle Konstanten, du gibst nur Total, Körpergewicht und Geschlecht ein.
Wilks, Wilks2 und IPF-GL-Punkte
Die ursprüngliche Wilks-Formel stammt von 1994 und ist weiterhin weit verbreitet, aber nicht das einzige Wertungssystem. Ein Update von 2020 namens Wilks2 passte die Koeffizienten an neuere Daten an, und die IPF nutzt für internationale Wettkämpfe nun eigene GL-Punkte. Jedes beantwortet dieselbe Frage — Kraft relativ zum Körpergewicht — mit leicht anderer Mathematik.
Um dich über die Zeit oder mit Trainingspartnern zu vergleichen, ist der ursprüngliche Wilks völlig in Ordnung, solange alle dasselbe System nutzen. Achte nur darauf, Gleiches mit Gleichem zu vergleichen: Ein Wilks-Score bedeutet neben einem IPF-GL-Score nichts. Prüfe, welchen Koeffizienten eine Rangliste verwendet, bevor du zu viel in deine Platzierung liest.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Wilks-Rechner
Eingaben
- Geschlecht
- Männlich
- Körpergewicht (kg)
- 80
- Gesamtgewicht (kg)
- 400
Ergebnis
- Wilks-Wert
- 273,079
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Was ist ein guter Wilks-Score?
- Als grobe Orientierung ist ein Wilks um 300 solides Mittelmaß, 400 fortgeschritten und über 500 Elite-Terrain, das Wettkämpfer erreichen. Die Werte unterscheiden sich je nach Verband und Ära, betrachte sie also als grobe Marken, nicht als harte Grenzen.
- Bekommt ein leichterer Athlet wirklich einen Vorteil?
- Kein Vorteil — eine faire Anpassung. Ein leichterer Athlet hat einen höheren Koeffizienten, weil das Bewegen eines gegebenen Gewichts relativ zu seiner Größe schwerer ist. Die Formel gleicht den Vergleich an; sie schenkt niemandem Punkte.
- Wird der Wilks-Score noch verwendet?
- Ja, weit verbreitet, teilt sich die Bühne aber nun mit neueren Systemen. Viele Verbände und Studio-Ranglisten nutzen weiter den ursprünglichen Wilks, während das aktualisierte Wilks2 und die GL-Punkte der IPF bei offiziellen internationalen Ranglisten an Boden gewonnen haben.
- Verwende ich Pfund oder Kilogramm?
- Die Wilks-Formel ist in Kilogramm definiert, jede Pfund-Angabe wird also zuerst umgerechnet (1 lb ≈ 0,4536 kg). Der Rechner akzeptiert beide Einheiten und rechnet um, gib deine Zahlen also in der ein, mit der du trainierst.
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Quellen
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