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Reihenfolge der Rechenoperationen (PEMDAS / BODMAS): warum sie zählt

Veröffentlicht am 17.11.2025 · 3 Min. Lesezeit · Alltags-Rechner

Lena Hoffmann

Lena HoffmannRedakteurin Wissenschaft & Bildung bei OneKitly

Mathematik · Physik

Anhand von 2 Quellen geprüft

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Kurz gesagt

Die Reihenfolge lautet: zuerst Klammern, dann Potenzen, dann Multiplikation und Division (von links nach rechts, gleiche Stufe) und zuletzt Addition und Subtraktion (ebenfalls von links nach rechts). PEMDAS und BODMAS beschreiben dieselbe Reihenfolge. Zum Beispiel ergibt 3 + 4 × 2 gleich 11 und nicht 14, weil die Multiplikation vor der Addition kommt. Ohne gemeinsame Reihenfolge hätte ein Ausdruck mehrere Ergebnisse.

PEMDAS und BODMAS sind zwei Namen für eine Regel, die die Reihenfolge beim Auswerten eines Ausdrucks festlegt — damit alle dasselbe Ergebnis erhalten. Mit Rechenbeispiel.

Was PEMDAS und BODMAS wirklich bedeuten

PEMDAS steht für Parentheses (Klammern), Exponents (Potenzen), Multiplication, Division, Addition, Subtraction. BODMAS steht für Brackets (Klammern), Orders (Potenzen), Division, Multiplication, Addition, Subtraction. Die Wörter unterscheiden sich, die Regel ist identisch: Klammern = Klammern, Orders = Potenzen. Beides sind nur Merkhilfen für eine vereinbarte Reihenfolge.

Ein Punkt bringt viele durcheinander: Multiplikation und Division stehen auf derselben Stufe, ebenso Addition und Subtraktion. Innerhalb einer Stufe rechnet man strikt von links nach rechts. So ergibt 8 ÷ 2 × 4 nicht 1 — zuerst 8 ÷ 2 = 4, dann 4 × 4 = 16. Die Buchstabenreihenfolge in PEMDAS heißt nicht, dass Multiplikation immer vor Division kommt.

Warum eine gemeinsame Reihenfolge nötig ist

Nimm 3 + 4 × 2. Liest du von links nach rechts und addierst zuerst, erhältst du 7 × 2 = 14. Multiplizierst du zuerst, erhältst du 3 + 8 = 11. Beides wirkt plausibel, doch nur eines ist das anerkannte Ergebnis. Die Reihenfolge entscheidet: Multiplikation kommt vor Addition, also ist der korrekte Wert 11.

Das ist nicht nur eine Schulkonvention — Taschenrechner, Tabellenkalkulationen und Programmiersprachen befolgen sie alle. Ohne vereinbarte Reihenfolge würde dieselbe einmal geschriebene Formel auf jeder Maschine anders rechnen. Diese Regel sorgt dafür, dass eine Formel genau eine Bedeutung hat, egal wer sie liest.

Ein vollständig gerechnetes Beispiel

Berechne 6 + 2 × (3 + 1)² ÷ 4. Beginne in der Klammer: 3 + 1 = 4, also 6 + 2 × 4² ÷ 4. Dann die Potenz: 4² = 16, also 6 + 2 × 16 ÷ 4. Nun Multiplikation und Division von links nach rechts: 2 × 16 = 32, dann 32 ÷ 4 = 8, also 6 + 8. Zuletzt die Addition: 6 + 8 = 14.

Beachte, wie jeder Durchgang eine Stufe der Hierarchie entfernt: Klammern, dann Potenz, dann das Paar Multiplikation-Division, dann das Paar Addition-Subtraktion. Eine Stufe nach der anderen und darin von links nach rechts zu arbeiten ist die ganze Methode — so wird jeder Ausdruck zu einer einzigen Zahl.

Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet

Rechner für die Rechenreihenfolge (PEMDAS)

Eingaben

a
2
b
3
c
4

Ergebnis

Korrekt (PEMDAS): a + b × c
14
Naiv links nach rechts: (a + b) × c
20

Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.

Mit eigenen Zahlen nachrechnen

Häufige Fragen

Sind PEMDAS und BODMAS unterschiedliche Regeln?
Nein. Es ist dieselbe Regel mit anderen Kürzeln. Klammern = Klammern und Orders = Potenzen, also ergeben beide dieselbe Auswertungsreihenfolge.
Kommt Multiplikation immer vor Division?
Nein. Sie teilen sich eine Stufe und werden von links nach rechts gerechnet. In 8 ÷ 2 × 4 kommt die Division zuerst, weil sie zuerst steht, Ergebnis 16.
Was ist mit verschachtelten Klammern?
Arbeite von der innersten Klammer nach außen. Werte zuerst die tiefste Klammer aus, ersetze sie durch ihren Wert, dann die umgebende, und so weiter.
Wo passen ein Minuszeichen oder eine Wurzel hin?
Eine Wurzel ist eine Potenz (die Quadratwurzel ist die ½-Potenz), also auf der Potenzstufe. Ein führendes Minuszeichen entspricht der Multiplikation mit −1 und wird auf der Multiplikationsstufe angewandt.

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