Fünfundfünfzig Tage bis zur Zahlung bei dreißig Tagen Ziel
Veröffentlicht am 23.9.2026 · 2 Min. Lesezeit · Business-Tools
Camille Laurent — Redakteurin Finanzen bei OneKitly
Steuern · Privatfinanzen
Anhand von 2 Quellen geprüft
Die durchschnittliche Einzugsdauer sind die Forderungen geteilt durch den Jahresumsatz auf Ziel, mal 365: 180.000 ÷ 1.200.000 × 365 = 54,75 Tage — dieselbe Information wie 6,67 Forderungsumschläge im Jahr. Gegen dreißig Tage Ziel gehalten, ist nicht die 54,75 die interessante Zahl, sondern die 24,75 Tage Abdrift, denn diese Tage sind ein Darlehen, das das Unternehmen seinen Kunden zu null Prozent gewährt. Bei 1.200.000 Umsatz sind das rund 81.000 dauerhaft außerhalb des Kontos, und schon ein Drittel davon zu schließen setzt mehr Geld frei, als die meisten Sparprogramme im Jahr finden. Der Hebel ist selten das vertragliche Zahlungsziel — es ist die Spanne zwischen Lieferung und Rechnung, ganz im Haus und meist länger als geglaubt.
180.000 offen bei 1.200.000 Jahresumsatz sind 54,75 Tage Einzugsdauer und 6,67 Umschläge im Jahr. Bei dreißig Tagen Ziel finanziert diese Lücke eine Viertelmillion zum Nulltarif.
Ein Mittelwert verbirgt, wer zu spät zahlt
Fünfundfünfzig Tage können heißen, dass alle bei fünfundfünfzig zahlen — oder dass die meisten bei dreißig zahlen und ein Großkunde bei hundertzwanzig. Beide Lagen sehen in dieser Zahl gleich aus und verlangen völlig verschiedene Antworten: die erste ist ein Prozessproblem, die zweite ein Gespräch. Eine Fälligkeitsliste — Rechnungen nach dreißig, sechzig und neunzig Tagen Überfälligkeit sortiert — trennt sie in einer Minute, und jede nennenswerte Einzugsdauer sollte mit einer solchen daneben genannt werden.
Barverkäufe im Nenner schmeicheln der Antwort
Im Nenner dürfen nur Zielverkäufe stehen. Ein Betrieb, bei dem die Hälfte sofort und die Hälfte auf Ziel bezahlt wird, gerechnet auf den Gesamtumsatz, weist eine Einzugsdauer aus, die rund halb so lang ist wie das, was die berechneten Kunden wirklich brauchen — und die scheinbare Verbesserung, wenn der Barteil wächst, ist keine Verbesserung des Einzugs. Trenne beides vor dem Teilen, sonst verfolgt die Kennzahl still den Umsatzmix statt des Einzugsprozesses, den sie beschreiben soll.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Einzugsdauer | 54,75 Tage |
| Forderungsumschläge | 6,67 im Jahr |
| Abdrift über Ziel | 24,75 Tage |
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Rechner für die durchschnittliche Forderungslaufzeit
Eingaben
- Nettokreditumsatz
- 1.000.000,00 €
- Durchschnittliche Forderungen
- 125.000,00 €
- Tage der Periode
- 365
Ergebnis
- Durchschn. Forderungslaufzeit (Tage)
- 45,625
- Forderungsumschlag (×)
- 8
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Ist eine kürzere Einzugsdauer immer besser?
- Nicht bedingungslos. Zahlungsziele sind Teil dessen, was verkauft wird, und ein Lieferant, der auf dreißig Tage verkürzt, während Wettbewerber sechzig bieten, zieht schneller ein — von einem kleineren Auftragsbuch. Danebenzulegen ist der Umsatztrend: Eine Einzugsdauer, die mit sinkendem Umsatz fällt, ist keine Verbesserung, sondern ein abwandernder Kunde. Immer angreifbar ist die Abdrift über das tatsächlich vereinbarte Ziel hinaus, denn die hat niemand gekauft.
- Welchen Forderungsbestand soll ich nehmen?
- Den Durchschnitt aus Anfangs- und Schlussbestand, nicht den Schlussbestand allein, sobald das Geschäft eine Saison hat. Ein Betrieb, gemessen am Stand zum 31. Dezember nach einem umsatzstarken Dezember, wirkt weit langsamer, als er ist; derselbe im Februar gemessen weit schneller. Der Durchschnitt beider Enden nimmt das meiste davon heraus, der Durchschnitt der Monatsenden den Rest.
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Quellen
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