Miete fair unter Mitbewohnern aufteilen
Veröffentlicht am 28.5.2026 · 4 Min. Lesezeit · Immobilien-Rechner
Camille Laurent — Redakteurin Finanzen bei OneKitly
Steuern · Privatfinanzen
Anhand von 2 Quellen geprüft
Die einfachste Aufteilung ist gleich: teile die Gesamtmiete durch die Zahl der Mitbewohner. So sind 1.800 € für drei Personen 600 € pro Kopf. Unterscheiden sich die Zimmer stark, teile nach Fläche — wer 30 % der privaten Fläche bewohnt, zahlt 30 % des zimmerbezogenen Anteils. Sind die Einkommen sehr ungleich, teile im Verhältnis zum Einkommen, damit jeder einen ähnlichen Anteil seines Verdienstes zahlt.

Drei faire Wege, die Miete zu teilen — gleich, nach Zimmergröße oder nach Einkommen — mit Rechenbeispielen, damit sich niemand benachteiligt fühlt.
Die gleiche Aufteilung: einfach und oft ausreichend
Die Miete gleich zu teilen bedeutet, dass jeder den Gesamtbetrag geteilt durch die Zahl der Mieter zahlt. Für 1.800 € unter drei Mitbewohnern sind das 600 € pro Kopf. Am besten funktioniert das, wenn die Zimmer ähnlich groß und ähnlich gut sind und die Einkommen vergleichbar — niemand muss sich rechtfertigen und die Rechnung dauert Sekunden.
Die Schwäche zeigt sich, wenn ein Zimmer viel größer ist, ein eigenes Bad oder den einzigen Balkon hat. Für ein enges Kämmerchen so viel zu zahlen wie für eine große Suite fühlt sich schnell unfair an, und dieser Unmut sprengt sonst harmonische WGs. Sind die Zimmer klar ungleich, wechsle zu einer flächen- oder einkommensbasierten Methode.
Aufteilung nach Zimmergröße
Die flächenbezogene Aufteilung belastet jeden im Verhältnis zum privaten Raum, den er bekommt. Miss jedes Zimmer, addiere die privaten Flächen und drücke jedes Zimmer als Prozentsatz dieser Gesamtfläche aus. Sind deine drei Zimmer 13, 11 und 9 m², beträgt die private Summe 33; die Anteile sind rund 39 %, 33 % und 27 %.
Gemeinschaftsflächen — Küche, Wohnzimmer, Flur — bleiben meist außen vor und gelten als gleich geteilt, sodass nur die privaten Zimmer die Unterschiede treiben. Manche WGs schlagen einen kleinen Aufschlag für ein eigenes Bad oder einen Balkon auf den Flächenanteil auf; einige sich offen auf solche Anpassungen, damit die Endzahlen verdient statt aufgezwungen wirken.
Aufteilung nach Einkommen
Die einkommensbezogene Aufteilung verteilt die Miete im Verhältnis zum Verdienst, sodass Besserverdienende einen größeren Teil tragen. Addiere alle monatlichen Nettoeinkommen; der Mietanteil jeder Person entspricht ihrem Anteil an diesem Gesamteinkommen. Verdienen zwei Mitbewohner 2.000 € und 3.000 €, zahlt der Besserverdienende 60 % der Miete und der andere 40 %.
Diese Methode hält die Wohnlast im Verhältnis zum Einkommen etwa gleich, was viele Paare und langfristige WGs bevorzugen. Der Nachteil: Man muss Einkommenszahlen offenlegen, was nicht jedem angenehm ist, und sie ignoriert, wer das größere Zimmer hat. Ein häufiger Kompromiss mischt beides — nach Fläche teilen und dann leicht Richtung Einkommen verschieben, um die Geringverdienenden zu entlasten.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Mietaufteilungs-Rechner
Eingaben
- Gesamtmiete
- 750,00 €
- Anzahl Personen
- 2
Ergebnis
- Pro Person
- 375,00 €
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Was ist die fairste Art, die Miete zu teilen?
- Es gibt nicht die eine fairste Art — es hängt von deiner Lage ab. Gleich teilen ist am fairsten, wenn Zimmer und Einkommen ähnlich sind. Nach Fläche, wenn die Zimmer stark differieren. Nach Einkommen, wenn die Gehälter sehr ungleich sind. Wähle die Methode, die zu deiner größten Unterschiedsquelle passt, und einige sich gemeinsam.
- Sollte die Person mit dem größeren Zimmer mehr zahlen?
- Meist ja, wenn der Unterschied spürbar ist. Die flächenbezogene Aufteilung macht das explizit: Wer 40 % der privaten Fläche bewohnt, zahlt 40 % der zimmerbezogenen Miete. Wenige Quadratmeter Unterschied werden oft ignoriert, aber ein eigenes Bad oder ein deutlich größeres Zimmer rechtfertigt normalerweise einen höheren Anteil.
- Wie handhaben wir Nebenkosten zusätzlich zur Miete?
- Nebenkosten wie Strom, Wasser und Internet werden meist gleich geteilt, weil alle die gemeinsamen Versorgungen nutzen, selbst wenn die Miete anders aufgeteilt ist. Du kannst feste Monatskosten in dieselbe Aufteilung wie die Miete legen oder variable Rechnungen separat führen und jede bei Ankunft teilen. Leg vorab fest, welche Kosten der Mietmethode folgen und welche immer gleich geteilt werden.
- Was, wenn ein Mitbewohner später einzieht oder früher auszieht?
- Rechne diesen Monat tageweise anteilig. Teile den Monatsanteil der Person durch die Tage des Monats und multipliziere mit den tatsächlich bewohnten Tagen. Wer am 20. eines 30-Tage-Monats einzieht, zahlt für 11 Tage; die übrigen Mitbewohner tragen die Lücke oder der Vermieter, je nach Mietvertrag.
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