Wann lohnt sich eine Umschuldung des Kredits?
Veröffentlicht am 3.3.2026 · 2 Min. Lesezeit · Finanz-Rechner
Camille Laurent — Redakteurin Finanzen bei OneKitly
Steuern · Privatfinanzen
Anhand von 2 Quellen geprüft
Eine Umschuldung lohnt, wenn die monatliche Ersparnis die Kosten vor einem Verkauf oder Umzug wieder hereinholt — der Break-even. Teile die Gesamtkosten durch die monatliche Ersparnis, um die Monate zu erhalten: 3 000 € Kosten bei 150 € Ersparnis pro Monat amortisieren sich in 20 Monaten. Eine Faustregel besagt, dass eine Zinssenkung von mindestens 0,75–1 Punkt prüfenswert ist, doch der Break-even, nicht der Zins allein, entscheidet.
Umschulden lohnt, wenn die monatliche Ersparnis die Kosten vor einem Verkauf deckt. Die Break-even-Rechnung, die Zinssenkungs-Faustregel und was zu prüfen ist.
Die Break-even-Rechnung
Der Kerntest ist einfach: Teile die Gesamtkosten der Umschuldung durch deine monatliche Ersparnis. Das Ergebnis sind die Monate bis zum Break-even. Kosten von 3 000 € bei 150 € Ersparnis pro Monat ergeben 20 Monate — danach ist die Ersparnis reiner Gewinn.
Vergleiche diesen Break-even dann mit der Zeit, die du den Kredit behältst. Willst du in einem Jahr verkaufen, aber der Break-even liegt bei 20 Monaten, verlierst du Geld. Bleibst du ein Jahrzehnt, lohnen sich 20 Monate klar.
Die Zinssenkungs-Faustregel
Eine oft zitierte Regel sagt, dass sich Umschulden lohnt zu prüfen, sobald die Zinsen mindestens 0,75 bis 1 Punkt unter deinen aktuellen fallen. Je größer der Kredit, desto kleiner die nötige Senkung, da die Ersparnis mit der Restschuld steigt.
Doch die Regel ist nur ein Filter, keine Entscheidung. Ein 1-Punkt-Rückgang mit hohen Gebühren und baldigem Umzug kann trotzdem Verlust bringen, während eine kleinere Senkung bei einem großen, lang gehaltenen Kredit klar lohnt. Rechne immer den Break-even, bevor du unterschreibst.
Welche Kosten zu beachten sind
Die Kosten umfassen oft Bearbeitungsgebühren, eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung, Gutachten sowie Grundbuch- und Notargebühren. Sie in den neuen Kredit einzurechnen spart Bargeld, erhöht aber die Zinsen und schiebt den echten Break-even nach hinten.
Achte auch auf die Laufzeit. Einen 30-Jahres-Kredit nach fünf Jahren in einen neuen 30-Jahres-Kredit umzuschulden senkt die Rate, setzt aber die Uhr zurück, sodass du trotz niedrigerem Zins mehr Gesamtzinsen zahlen kannst. Vergleiche gleiche Laufzeiten oder behalte die Restlaufzeit.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Umschuldungs-Ersparnis-Rechner
Eingaben
- Restschuld
- 400.000,00 €
- Aktueller Zins (%)
- 4,95
- Neuer Zins (%)
- 3,52
- Restjahre
- 40
- Kosten der Umschuldung
- 9.000,00 €
Ergebnis
- Neue Monatsrate
- 1.554,37 €
- Monatliche Ersparnis
- 361,19 €
- Gesamtersparnis
- 173.372,94 €
- Amortisationsmonat
- 25
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Wie berechne ich meinen Umschuldungs-Break-even?
- Teile die Gesamtkosten durch die monatliche Ersparnis. 3 600 € Kosten und 150 € Ersparnis pro Monat ergeben 24 Monate. Umschulden lohnt nur, wenn du den Kredit länger behältst.
- Wie stark müssen die Zinsen fallen?
- Eine gängige Faustregel sind mindestens 0,75 bis 1 Punkt unter deinem aktuellen Zins, aber das ist nur ein erster Filter — die Break-even-Rechnung entscheidet.
- Spart eine längere Laufzeit Geld?
- Sie senkt die Rate, erhöht aber meist die Gesamtzinsen, da du länger leihst. Um wirklich zu sparen, vergleiche die gleiche Restlaufzeit zum neuen Zins, nicht eine neue längere.
- Kann ich ohne Abschlusskosten umschulden?
- Sogenannte kostenlose Umschuldungen packen die Gebühren in einen etwas höheren Zins oder eine größere Restschuld — du zahlst trotzdem, nur verteilt. Vergleiche die Gesamtkosten über die Haltedauer.
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Quellen
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