Was sind Kaufnebenkosten beim Hauskauf?
Veröffentlicht am 20.4.2026 · 2 Min. Lesezeit · Immobilien-Rechner
Camille Laurent — Redakteurin Finanzen bei OneKitly
Steuern · Privatfinanzen
Anhand von 2 Quellen geprüft
Kaufnebenkosten sind die einmaligen Gebühren zum Abschluss eines Immobilienkaufs, zusätzlich zum Eigenkapital. In Deutschland liegen sie meist bei 10–15 % des Preises und umfassen Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und oft die Maklerprovision.

Ein klarer Leitfaden zu Kaufnebenkosten: Notar und Rechtskosten, Grunderwerbsteuer und Gebühren, und warum sie mehrere Prozent auf den Preis addieren.
Was Kaufnebenkosten abdecken
Kaufnebenkosten bündeln alles, was den Kauf rechtsgültig macht und dich als Eigentümer einträgt. Die größten Posten sind Steuern und Honorare: Grunderwerbsteuer an den Staat sowie Notar und Grundbuch. Bei 400 000 € ergeben 12 % rund 48 000 €.
Kleinere Posten runden das Ganze ab: Gutachten, Darlehens- oder Bereitstellungsgebühren, und vorausbezahlte Beträge wie das erste Jahr der Wohngebäudeversicherung.
Übliche Höhe: 2–5 % und mehr
Als Faustregel liegen sie in Deutschland bei 10–15 % des Preises, höher als in den USA wegen Grunderwerbsteuer, Notar und Makler. Plane sie zusätzlich zum Eigenkapital ein.
Da die größten Posten gesetzliche Steuern und Gebührenordnungen sind, sind sie kaum verhandelbar. Klug ist, sie früh mit einem Rechner zu schätzen und das Geld vor dem Angebot zurückzulegen.
Richtig dafür budgetieren
Der klassische Fehler: alles ins Eigenkapital stecken und die Nebenkosten vergessen, dann beim Notar knapp werden. Behandle beide getrennt: Eigenkapital ist Wert im Haus, Nebenkosten sind der Preis des Kaufs.
Eine schnelle Schätzung nutzt deinen lokalen Satz: Preis mal typischer Marktprozentsatz. Ein Rechner verfeinert das mit den konkreten Steuern und Gebühren — für eine verlässliche Zahl vor der Zusage.
Mit unserem eigenen Rechner durchgerechnet
Rechner für Abschlusskosten
Eingaben
- Immobilienpreis
- 300.000,00 €
- Gebührensatz
- 3 %
Ergebnis
- Geschätzte Abschlusskosten
- 9.000,00 €
- Untere Schätzung (2 %)
- 6.000,00 €
- Obere Schätzung (5 %)
- 15.000,00 €
Diese Zahlen stammen aus dem Rechner unten, sie sind nicht von Hand eingetragen — sie werden bei jeder Änderung des Tools neu berechnet.
Mit eigenen Zahlen nachrechnen →Häufige Fragen
- Zahlt man Nebenkosten getrennt vom Eigenkapital?
- Ja. Sie kommen zum Eigenkapital hinzu. Plane beides — zusammen bestimmen sie das nötige Bargeld beim Abschluss.
- Warum sind sie in Europa höher als in den USA?
- Vor allem, weil Grunderwerbsteuer und geregelte Notargebühren höher sind. Diese staatlichen und rechtlichen Kosten treiben die Summe weit über die 2–5 % der USA.
- Kann man Nebenkosten in den Kredit packen?
- Manchmal, je nach Bank und Beleihungsgrenze, aber Finanzieren heißt jahrelang Zinsen darauf zahlen. Bar zahlen ist meist insgesamt günstiger.
- Wie schätze ich die Nebenkosten vor dem Angebot?
- Multipliziere den Preis mit dem typischen Marktprozentsatz für eine grobe Zahl und nutze dann einen Rechner für die konkreten Steuern und Gebühren.
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